Tagesfortschritt:

 (FRT)
Diskurs
um die Arbeitnehmerweiterbildungsgesetze der Länder – deren Bedeutung im politisch gesellschaftlichen Gewerkschaftsumfeld

Kategorie: "Ökonomie"

„Soooo kontrovers war es eigentlich gar nicht …“

  10.04.2019 16:53, von , Kategorien: Gewerkschaft, Ökonomie , Tags: , , , , ,

Bundestag Presse • Kurzmeldungen (hib) • 08.04.2019

Veronika… aber die hib-Meldung fasst die Diskussion gut zusammen: Lediglich die Arbeitgebervertreter und das AfD-Mitglied Prof. Gunnar Beck (als Sachverständiger) hatten Schwierigkeiten mit der Vorstellung, dass sich die EU auch zur sozialen Sicherung äußert.

Inhaltlich stellte Veronika vom ver.di-Selbstständigenreferat – wie auch andere Sachverständige – klar, dass wir gerade auch im Interesse Selbstständiger eine Erwerbstätigenversicherung brauchen und betonte zudem: „Bei der Einführung einer Altersvorsorgepflicht müssten umfassende Übergangsregeln die finanzielle Überforderung bereits Vorsorgender verhindern“.

Artikel im Archiv (PDF, … MB)

70 Jahre Tarifvertragsgesetz

  10.04.2019 12:34, von , Kategorien: Gewerkschaft, 4xQs, Ökonomie, Arbeit 4.0 , Tags: , , ,

ver.diSelbstständige • Einmischen • Tarifverträge• 09.04.2019

Heute wird – die Medien haben breit berichet – das #Tarifvertragsgesetz 70 Jahre alt. Und ja: Das geht auch sehr viele #Selbstständige an!

Konkret: Seit knapp 45 Jahren könnt ihr Tarifverträge abschließen, wenn ihr von einem Auftraggeber wirtschaftlich abhängig seid. Das klappt nur kollektiv und nicht überall, aber allein 20.000 Selbstständige bei den Rundfunkanstalten profitieren heute von umfassenden Honorar- und Schutzbestimmungen!

Um Auftraggebern das abzutrotzen, braucht es eine echte Lobby für Selbstständige. Eine Organisation, die mehr kann, als Forderungen an die Politik zu richten: Eine echte Gewerkschaft für Selbstständige, die auch zu Streit und Verhandlungen mit Auftraggebern bereit und in der Lage ist!

Wie das klappt erläutert die Website der ver.di-Selbstständigen: „Ein Tarifvertrag muss … durchgesetzt werden. Das können Gewerkschaften nicht in Stellvertreter-Funktion tun. Sie brauchen die Rückendeckung der betroffenen Mitglieder und die Solidarität der Angestellten in derselben Branche. Im Notfall dürfen auch Selbstständige für tarifliche Ziele streiken – und sie bekommen dabei Streikgeld von der Gewerkschaft.“

facebook • Selbstständige in ver.di • 09.04.2019 

Ein Grund zu feiern: Seit 70 Jahren regelt das #Tarifvertragsgesetz die Rechte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer!
Seitdem wurden in Deutschland rund 300 000 #Tarifverträge abgeschlossen.

müssen uns auch über die Zukunft Gedanken machen, denn in den letzten 20 Jahren ist die Tarifbindung merklich gesunken.

Dabei brauchen wir gerade heute – in Zeiten von #Digitalisierung und dem Outsourcing von ganzen Betriebsbereichen – gute Tarifverträge und #starkeGewerkschaften.

auch die Politik gefordert: Öffentliche Aufträge sollten nur noch an tarifgebundenen Betriebe gehen! Zudem muss es steuerliche Vorteile für die geben, die tarifgebunden sind!

facebook • Martin Rosemann (MdB) • 09.04.2019 

Mindestlohn in der Weiterbildung gilt

  10.04.2019 02:55, von , Kategorien: Gewerkschaft, Ökonomie , Tags: , , ,

ver.dibiwifo • Mindestlohn • Bildung · Wissenschaft · Forschung • FB 5 • 08.04.2019

Alle pädagogisch Beschäftigten in diesen Unternehmen haben somit einen Rechtsanspruch auf die Zahlung des Mindeststundenlohnes.

Flugblatt (PDF, 111 kB)

Artikel im Archiv (PDF, 111 kB)

Wer zahlt was im Rentensystem?

  12.03.2019 20:01, von , Kategorien: Gewerkschaft, Ökonomie, Ökonomie , Tags: , ,

RV Magazin • Aktuell beleuchtet • Stefan Thissen • 11.03.2019

Gunter Haake, ver.di, Referat Selbstständige:

Worum es geht, ist schnell erzählt:

Der Versuch, einmal zu klären, „welche Aufgaben sind eigentlich Sache der Rentenversicherung? Und wofür muss der Bund aufkommen? Auch Fachleute finden darauf keine leichte Antwort.“

Um das mal nachzulesen, reicht es übrigens bei der zweiten Zwischenüberschrift „Aufgaben der Rentenversicherung“ mit dem Lesen zu beginnen.

Und wenn ihr doch vorher schon lest und euch (wie mich jetzt) die Rechnung kirre macht:

Insgesamt führten die rund 32 Millionen rentenversicherten Arbeitnehmer und Selbstständigen, die Arbeitgeber und der Bund mehr als 306 Milliarden Euro an die Rentenkassen ab. Mehr als zwei Drittel der Einnahmen – rund 236 Milliarden Euro – stammten von den Beitragszahlern und den anderen Sozialkassen an die Rentenversicherung, etwa 94 Milliarden Euro steuerte der Bund aus Steuern bei.

Es fehlt in dem Text die Basisinfo, dass die Gesamtzahlt demnach 330 Mrd. € beträgt … Dann setzt sich die Summe so zusammen:

Beiträge212

Zahlungen anderer SV 24

Bundeszuschuss 94

Artikel im Archiv (PDF, … MB)

Wer zahlt was im Rentensystem?
Wer zahlt was im Rentensystem?

Faire Vergütung und angemessener sozialer Schutz

  27.10.2018 01:26, von , Kategorien: Gewerkschaft, 4xQs, Ökonomie, Arbeit 4.0 , Tags: , , , , , ,

BMASForschungsbericht 508 • Projektgruppe Prekäre Beschäftigung • Prof. Dr. Frank Bayreuther • Mai 2018

Der Forschungsbericht geht der Frage nach einem angemessen Sozialschutz zu Gunsten von (Solo-) Selbständigen nach. Anlass der Studie sind die sich durch moderne Technologien und die Plattformökonomie entwickelnden neuen Tätigkeitsformen wie etwa das Crowdworking. Darüber hinaus nimmt die Begutachtung aber auch ganz klassische Erscheinungsformen prekärer Beschäftigung von Selbständigen in den Blick. Im Fokus der Betrachtung liegt dabei die Sicherung einer angemessenen Vergütung von selbständigen Leistungserbringern.

Artikel im Archiv (PDF, 9,7 MB)

Herausforderung für die Gewerkschaften

  27.10.2018 00:57, von , Kategorien: Bildungsurlaub, Gewerkschaft, Ökonomie , Tags: , , , , ,

DGBdiskurs • DGB Bundesvorstand • Projektgruppe Prekäre Beschäftigung • Januar 2012

[Anm.: Ein wenig angestaubt zwar, an Brisanz aber nichts verloren! Und an einem Punkt, die Absenkung der KV-Beiträge, hat sich entscheidendes getan, wenn auch nicht der große Wurf. Im Folgenden einige Zitate:]


2. Prekär: Solo-Selbstständigkeit, Scheinselbstständigkeit, S. 17
Johannes Jakob


Soziale Sicherung


Aus Sicht der Gewerkschaften sind Soloselbstständige nicht weniger schutzbedürftig als abhängig Beschäftigte. Doch die soziale Sicherung ist auf diesen Personenkreis nicht zugeschnitten. Im Europäischen Vergleich ist die soziale Sicherung für Selbstständige in Deutschland eher unterdurchschnittlich. Vor allem ist die Sicherung der Selbstständigen sehr uneinheitlich, weil verschiedene Gruppen in Sondersystemen versichert sind.


a) Rentenversicherung:


Zurzeit sind etwa ein Viertel der Selbstständigen über verpflichtende Sondersysteme der Altersvorsorge versichert. Das sind z.B. Landwirte, Hebammen, Binnen- und Küstenschiffer, Angehörige verkammerter Berufe usw. Für einige Gruppen gibt es weitere Sondersysteme, wie z. B. die Künstlersozialversicherung. Aber die meisten Selbstständigen, sind in der Regel nicht pflichtversichert und müssen selbst für ihre soziale Sicherung sorgen. Für Soloselbständige ist dies besonders schwierig. Aber gerade für diese Gruppe ergibt sich erhöhter Schutzbedarf, weil ihre Einkommen häufig sehr niedrig sind und oft Wechsel stattfinden zwischen Selbstständigkeit und abhängiger Beschäftigung.


b) Krankenversicherung:


Im Rahmen der Reformen im Gesundheitswesen ist in den letzten Jahren eine erweiterte Versicherungspflicht eingeführt worden. Seit dem 01. 01. 2009 ist jeder Bürger verpflichtet eine Krankenversicherung abzuschließen. Allerdings ist für viele Selbstständige die Beitragshöhe problematisch. [Anm.: verbessert!]


Was fordern die Gewerkschaften?


Der Schutz vor Altersarmut kann nur über eine solidarisch finanzierte Erwerbstätigenversicherung erreicht werden – dazu gehört auch


1. die Einbeziehung Selbstständiger in das gesetzliche Alterssicherungssystem, (…)




Artikel im Archiv (PDF, 411 kB)


Unsichere Arbeit – unsichere Mitbestimmung

  26.09.2018 18:10, von , Kategorien: Gewerkschaft, Ökonomie , Tags: , , , , , ,

OBSArbeitspapier 32 • Prof. em. Dr. Berndt Keller • 2018

Die Zahl atypischer Beschäftigung hat in den letzten zwei Jahrzehnten in Deutschland deutlich zugenommen – allein 40% aller abhängig Beschäftigten sind in solch einem Arbeitsverhältnis tätig. Die negativen Folgen und Auswirkungen, die diese Beschäftigungsform mit sich bringt, sind zweifellos unbestreitbar und bekannt.

Welche Gestaltungsmöglichkeiten haben Gewerkschaften und Betriebsräte auf Umfang, Entwicklung und Struktur atypischer Beschäftigung? Welche Rolle wird diesen Beschäftigungsformen in Arbeitnehmervertretungen zugesprochen? Was können sie tun, damit die Gruppe atypisch Beschäftigter zukünftig besser vertreten ist? Mit diesen – bisher selten behandelten – Fragen beschäftigt sich Prof. Berndt Keller, ein Experte der Arbeits- und Sozialpolitik Deutschlands.

Sein zentraler Befund lautet, dass die Interessen dieser Beschäftigten bisher nur unzureichend vertreten sind. Dies liegt zum einen daran, dass die Arbeitnehmervertretungen schon existierende Handlungsspielräume zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen atypisch Beschäftigter nicht konsequent nutzen. Zum anderen kann die neue OBS-Studie zeigen, dass auch die Politik aufgefordert ist, den Arbeitnehmervertretungen die richtigen Instrumente zur Verbesserung der Lage an die Hand zu geben.

OBS-Arbeitspapier 32 (PDF, 1,4 MB)

wegputzen …

  15.07.2018 13:28, von , Kategorien: Gewerkschaft, Ökonomie

selbstständig denkenSelbstständige in ver.di

Das Repertoire ist vielfältig mit Konkurentinnen umzugehen.

wegputzen …

Artikel im Archiv (PDF, … MB)

TVÖD – ohne Selbstständige

  20.04.2018 02:16, von , Kategorien: Gewerkschaft, Ökonomie

ver.dinews • Tarif und Betrieb • gulasch • 05-2018

Die Tarifrunde für den öffentlichen Dienst läuft. Doch während die Beschäftigten in diesem Bereich auf gute Einkommenszuwächse hoffen dürfen, gehen Solo-Selbstständige bei öffentlichen Trägern [und ver.di; woi] meist leer aus.

Artikel im Archiv (PDF, … MB)

Das ist schlicht armselig

  04.04.2018 15:14, von , Kategorien: Gewerkschaft, Ökonomie

tazBerlin • Daniel Kretschmar • 31. 3. 2018

„Ganze 17 Jahre ohne Lohnerhöhung – in welcher Branche, für welche Beschäftigten wäre das was anderes als ein guter Grund, mit Schwung auf die Barrikaden zu gehen?“

(woi)Bei Bildungsträgern, vor Allem denen, die grundsätzlich nur Honorarkräfte für Lehrtätigkeit/Bildungsarbeit beschäftigen, sieht es nicht besser aus. Hier gibt es nicht einmal Tarifpartner. Und eine Anerkennung von Initiativen, die sich der prekären Lage widmen, wird schlicht abgelehnt – so zumindest im DGB-Bildungswerk e.V.

Artikel im Archiv (PDF, … MB)

Perspektiven 2018 – auch für die Beschäftigten!

  24.03.2018 16:49, von , Kategorien: Gewerkschaft, Ökonomie

—Einladung zur Diskussionsveranstaltung—

Prekäre Beschäftigung in der Weiterbildung:

Perspektiven 2018 - auch für die Beschäftigten!

Wir wollen

am Freitag, den 20. April 2018,

ab 15:00 Uhr

(ab 14:30 Uhr steht ein kleiner Imbiss bereit)

bei ver.di

Besenbinderhof 60, 20097 Hamburg,

Ebene 9, Raum St. Georg,

mit Ihnen diskutieren.

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

auch in diesem Jahr freuen wir uns, zum fast schon traditionellen Treffen mit Vertreter*innen der Bundesagentur für Arbeit und der Arbeitsagentur Hamburg einladen zu können.

Wir konnten

  • Frau Rehr, Geschäftsführerin Operativ von der Bundesagentur für Arbeit Hamburg und
  • Herrn Schülke, Leiter Geschäftsbereich “Arbeitsmarktpolitische Instrumente in der gesamten Einrichtung SGB II, team.arbeit.Hamburg
auch 2018 gewinnen, uns über die Rahmenbedingungen und die Förderpraxis in Hamburg – und soweit möglich bundesweit – zu informieren und mit uns gemeinsam zu diskutieren.

Folgende Schwerpunktsetzung haben wir gewählt:

  • Rahmenbedingungen Finanzen
  • Überblick über die Förderpraxis 2018
  • Maßnahmen
  • Ausschreibungen und Vergabe
  • Veränderte Erfolgskriterien in der Praxis
  • Perspektiven der öffentlich geförderten Beschäftigung

Der Termin an einem Freitag und der Zeitpunkt für diese Veranstaltung sind bewusst so gewählt, um auch auswärtigen Kolleg*innen sowie den Honorarkräften eine Teilnahme zu ermöglichen.

Zu dieser Veranstaltung sind wieder alle Betroffenen und alle (an Weiterbildung) Interessierten herzlich eingeladen. Deshalb auch die Bitte, diese Einladung weiterzumailen, auszulegen und weiterzugeben.

Damit wir besser planen können, meldet bitte Eure Teilnahme an bei:
fb5.hh@verdi.de

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

 

Frank Loeding
   
Angelika Gericke
Sprecher der AG Weiterbildung
 
Landesbezirksfachbereichsleiterin FB 05, Bildung, Wissenschaft und Forschung

Solo-Selbstständigkeit – Sozialpolitische Gestaltungsoptionen

  24.03.2018 13:54, von , Kategorien: Gewerkschaft, Ökonomie, Ökonomie , Tags: , , , , ,

HBSPolicy Brief WSI • Nr. 21 • Karin Schulze Buschoff • 03/2018

In Deutschland besteht ein umfänglicher Handlungsbedarf hinsichtlich der sozialen Rechte Selbstständiger und hybrid Beschäftigter, unter anderem bei der betrieblichen Mitbestimmung, der Entgeltsicherung und in den Sozialversicherungszweigen, z. B. in der Arbeitslosen-, der Kranken- und Alterssicherung. Vor allem die Ausweitung der Pflichtversicherung der GRV auf alle Selbstständige ist ein dringender und überfälliger Schritt. Weiterhin gilt es, arbeits- und sozialrechtliche Regelungen an die Bedingungen der Plattformökonomie anzupassen. Hier sollten Rahmenregulierungen auf europäischer Ebene entwickelt werden, um in diesem grenzübergreifenden Arbeitsmarkt größere Rechtssicherheit, Einheitlichkeit und Transparenz zu gewährleisten.

Artikel (PDF, 298 kB)

s.a. Solo-Selbstständigkeit – Aktuelle Reformoptionen Policy Brief WSI • Nr. 4 • Karin Schulze Buschoff • 03/2016

Die Vermessung der Belegschaft

  17.03.2018 17:40, von , Kategorien: Gewerkschaft, Ökonomie

MitbestimmungJoachim Tornau

Je mehr in Unternehmen online kommuniziert und zusammengearbeitet wird, desto mehr Daten fallen an. Es entstehen digitale Beziehungsnetze, deren Auswertung dem Arbeitgeber viel über die Beschäftigten verraten kann. Eine neue Studie zeigt, was alles möglich ist – und warnt vor den Risiken.

Die Studie soll betriebliche Interessenvertretungen für die Risiken sensibilisieren, die sich durch die massenhafte Erfassung von Beziehungsdaten ergeben. Sie fordert aber auch zum Handeln auf: Technische Einrichtungen, die zur Verhaltens- und Leistungskontrolle geeignet sind, sind mitbestimmungspflichtig. „Bei der Ausübung dieses Mitbestimmungsrechts“, so Höller und Wedde, „kann der Betriebsrat die Einhaltung einschlägiger datenschutzrechtlicher Vorgaben vom Arbeitgeber einfordern.“.

Artikel im Archiv (PDF, … MB)

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