Tagesfortschritt:

 (FRT)
Diskurs
um die Arbeitnehmerweiterbildungsgesetze der Länder – deren Bedeutung im politisch gesellschaftlichen Gewerkschaftsumfeld

Tag: "bundeskongress"

ver.di-Bundeskongresses

  27.06.2015 01:37, von , Kategorien: Bildungsurlaub , Tags: ,

ver.di publik • Ausgabe 02 • Gewerkschaft • Seiten 4+5

Einberufung des 4. Ordentlichen ver.di-Bundeskongresses
20. bis 26. September 2015 in Leipzig (§ 39 Abs. 1 ver.di-Satzung)

Der 4. Ordentliche ver.di-Bundeskongress findet vom 20. bis 26. September 2015 in der Leipziger Messe, Messe-Allee 1, 04007 Leipzig statt. Weiter zur Tagesordnung …

ver.di news • 7 • Organisationswahlen • Seite 4 • 23. Mai 2015

Personengruppen tagten

In Vorbereitung des ver.di-Bundeskongresseses tagte am 3. Mai die Bundeskonferenz der Freien und Selbstständigen in Berlin, um über die vorliegenden 16 Anträge zu beraten. Im kurzen Bericht der ver.di news 7 werden 3 Schwerpunkte genannt: Die effektive Unterbindung der Scheinselbstständigkeit, die Beteiligung der Auftraggeber an den Sozialkosten und die Absicherung Selbstständiger bei der öffentlichen Auftragsvergabe.

Gerade in der Bildung geht es für ihre Rechte bergab.

  17.05.2014 00:28, von , Kategorien: Gewerkschaft , Tags: , , , ,

(woi) Gundula Lasch, im ver.di Bundesvorstand und Sprecherin der Freien und Selbstständigen, bezog zum Antrag O 001 eindeutig Stellung zur Stärkung der Freien innerhalb der Gewerkschaften und schloss ihren Redebeitrag mit den Worten:

„Denn gerade in der Bildung geht es für ihre Rechte im Moment bergab. Es gibt immer mehr Kollegen, die gerne aktiv werden und sich für ihre Rechte einsetzen möchten. Dafür bitte ich um Eure Unterstützung.“

Verteidigung des Antrags Ä 001 – 15. Mai 2014 – DGB Bundeskongress

  16.05.2014 14:17, von , Kategorien: Bildungsurlaub, Gewerkschaft , Tags: , , , , , ,

(woi) Auf dem 20. ordentlichen Bundeskongress des DGB, dem Parlament der Arbeit, 11.–15. Mai 2014, drohte unser Antrag und damit die Forderung nach dem Engagement der Gewerkschaften, in einem allgemeinen bildungspolitischen Antrag (C 001 – „Gute Bildung für gute Arbeit und gesellschaftliche Teilhabe“) unter zu gehen; Andreas Keller, Sprecher der Antragsberatungskommission, führte zum Änderungsantrag aus:

„Das ist ein Änderungsantrag der Gewerkschaft ver.di, der den Leitantrag ergänzen möchte um die Forderung nach einer hinreichenden gesellschaftlichen und innergewerkschaftlichen Ressource für die Fortentwicklung der politischen Bildung, und zwar ganz konkret hier der außerschulischen politischen Bildung. Wir finden, dieser Aspekt ist in der Tat so explizit nicht angesprochen gewesen, der passt gut hinein.
Die Antragsberatungskommission empfiehlt die Annahme des Änderungsantrages Ä 001.“ (Tagungsprotokoll 4. Tag, S. 18 (154))

Wiebke Koerlin, Mitinitiatorin des Änderungsantrags Ä 001, begründet diesen und bringt unser Anliegen, die politsche Bildung und das Engagement der Gewerkschaften für politische Bildung zurück in die Diskussion. (Sie erwähnt die Ausführungen von Elke Hannack zum Leitantrag C 001: Diese finden sich ebenfalls im Tagungsprotokoll 4. Tag, S. 27 (163). Die gesamte Dkumentation des 20. Parlaments der Arbeit findet sich auf „Beschlüsse und Tagesprotokolle des 20. Ordentlichen DGB-Bundeskongresses“.)

Antragsvorschlag zum Bundeskongress des DGB

  01.02.2014 10:00, von , Kategorien: Bildungsurlaub, Gewerkschaft , Tags: , , , , ,

Antrag von (verdi, IG-Metall, IG-Bau …) zum DGB-Bundeskongress:
Förderung der politischen Bildung durch die Stärkung der Arbeitnehmerweiterbildung für Mitglieder und alle ArbeitnehmerInnen


Der 20. Ordentliche DGB-Bundeskongress möge beschließen:
Der DGB unterstützt die politische Arbeitnehmerinnen und Mitgliederbildung durch die Stärkung der Arbeitnehmerweiterbildung (Bildungsurlaub in den einzelnen Bundesländern) in den Gewerkschaften und in der ganzen Gesellschaft auf allen Ebenen. Seit Jahren ist ein schleichender Bedeutungsverlust dieses Bildungsbereichs in den Gewerkschaften und in der Gesellschaft festzustellen. Der DGB mit den Einzelgewerkschaften und das DGB-Bildungswerk entwickeln ein Konzept, wie dieser Bildungsbereich in der Gesellschaft und in den Gewerkschaften gestärkt und damit zukunftsfähig gefördert werden kann. Ein Abbau der (bestehenden) betreffenden Bildungsangebote darf nicht stattfinden.

Begründung: Die Arbeitnehmerweiterbildung mit dem in den meisten Bundesländern verankerten Bildungsurlaub ist eine wesentliche Errungenschaft auch gewerkschaftlichen Engagements in den siebziger Jahren für eine demokratische Gesellschaft. Für ArbeitnehmerInnen ist dieses Angebot die Chance, über wesentliche Entwicklungen der Gesellschaft Informationen zu bekommen, diese im Austausch mit KollegInnen zu reflektieren und sich individuell und gesellschaftlich zu orientieren und zu verorten. Gesellschaftliche Kritik- und Urteilsfähigkeiten werden so erworben, die für die Demokratie unverzichtbar sind. Diese Bildungsprozesse fördern den Mut für eigenes gesellschaftliches Handeln und fördern Solidarität sowie politische Handlungs-Beteiligungsoptionen, die nicht nur für die Gewerkschaften, sondern alle demokratischen Organisationen und Strukturen elementar sind. Zudem schaffen diese Bildungsangebote Begegnungsmöglichkeiten und Diskurse zwischen der gewerkschaftlichen Organisation, den Mitgliedern und auch nicht Organisierten. Das sind nötige Kommunikationsmöglichkeiten auch für gewerkschaftliche Zukunftsdiskurse in den permanenten gesellschaftlichen Veränderungsprozessen. Damit dieser Bildungsbereich fortentwickelt werden kann, sind sowohl innergewerkschaftlich, wie gesamtgesellschaftlich die nötigen Ressourcen zur Verfügung zu stellen. Ein Abbau von Ressourcen ist damit nicht vereinbar.

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Antragsvorschlag zum ver.di Bundesdelegiertenkongress 2015

  30.01.2014 14:57, von , Kategorien: Bildungsurlaub, Gewerkschaft , Tags: , , , ,

Link: /media/BU/antrag_zur_lage_freier_bildungsreferentinnen.pdf

Antrag zum ver.di-Bundeskongress 2015:
Faire Bezahlung in ver.di Weiterbildung und betriebliche Mitbestimmung

Der ordentliche ver.di-Bundeskongress möge beschließen:
Die Beschäftigung von Solo­Selbstständigen für die von ver.di getragene
Bildungsarbeit hat entlang der Richtlinien zur guten Arbeit zu erfolgen: Solo­
Selbständige BildungsarbeiterInnen werden entsprechend der tariflichen
Vereinbarungen für BildungsreferentInnen unter Berücksichtigung der besonderen
Belastungen der Freiberuflichkeit bezahlt und durch jeweilige
Interessenvertretungen in die betriebliche Mitbestimmung einbezogen.

Begründung:
Die für die ver.di­ Bildungsangebote eingesetzten Referentinnen und Referenten
stellen verantwortlich sicher, dass attraktive und politisch­inhaltlich
anspruchsvolle Seminare an den Teilnehmern orientiert (gemeinsam mit den
TeilnehmerInnen) gestaltet werden. Diese engagierte, qualifizierte und
erfolgreiche Bildungsarbeit leisten seit Jahrzehnten überwiegend freiberufliche
Referenten und Referentinnen.
Die Lebenssituation (Einkommen, Kranken­ und Alterssicherung) dieser Solo­
Selbstständigen wird im radikalen Wandel der Arbeitswelt und der
Beschäftigungsverhältnisse immer schwieriger und prekärer.
„Gute Arbeit“ als Orientierung erfordert auch für diese Beschäftigtengruppe
sozial adäquate Vereinbarungen.

Die freiberufliche MitarbeiterIn muss selbständig die Reproduktion ihrer
Arbeitskraft gewährleisten. Dazu gehört u.a. die kontinuierliche Weiterbildung
und kollegiale Reflexion (z. B. Supervision, Teambesprechungen) sowie die eigene
Erholung.
Um eine Tätigkeit als FreiberuflerIn über einen längeren Zeitraum erfolgreich zu
bewerkstelligen, entstehen Arbeits­ und Kostenanforderungen, die über die
Anforderungen in „normalen“ Arbeitsverhältnissen hinausgehen:

Es ist Sorge zu tragen auf Basis der Selbstständigkeit für:

    ­
  • eine armutsfeste Altersversorgung,
  • ­
  • die Versicherung für den Krankheitsfall und
  • die Absicherung gegen Berufsrisiken.

Und es fällt ein zusätzlicher Zeitaufwand und Kosten für Akquise, Kontaktpflege,
Werbung, Referenzen zur Präsentation sowie

    ­
  • Bürokosten (Telekommunikation, Druckkosten, Buchhaltung usw.) und
  • ­
  • Kosten für die notwendige Mobilität sowie
  • ­
  • Weiterbildung, einschließlich Fachliteratur
  • an.

Selbst wenn diesen Erfordernissen angemessen Rechnung getragen wird, bleibt das
Risiko von zu geringen Auftragszahlen und von verdeckten Formen von
„Erwerbslosigkeit“ in einer insgesamt prekären Arbeits­ und Lebenssituation.

Gerade die Gewerkschaften müssen in dieser Situation beispielhaft und
glaubwürdig handeln – darin liegt eine große Chance für gewerkschaftliche
Zukunftsfähigkeit. Es darf bei der Gestaltung der Honorare für Solo­
Selbstständige keine Orientierung unabhängig des geltenden Tarifvertrages der
hauptamtlichen Beschäftigten im Bildungsbereich geben: Dieser Tarifvertrag
richtet sich nach der allgemeinen Einkommensentwicklung und somit ist es
folgerichtig, dass dies auch für die freiberuflichen Referentinnen und
Referenten gelten muss. Deren momentan aktuellen Honorarsätze liegen weit
darunter.

Ver.di profitiert damit von der Prekarisierung der Bildungsarbeit. Es herrscht
keine Leistungs­ und Einkommensgerechtigkeit. Die Orientierung der Honorare an
den eigenen Gehältern der hauptberuflichen Funktionäre ist nicht im
Bewusstseinshorizont der dafür verantwortlich Beschäftigten.

Über die Honorarfrage hinaus muss es um die kontinuierliche Entwicklung eines
gewerkschaftsnahen, gewerkschaftsverbundenen ReferentInnenpools gehen, auf den
auch bei inhaltlichen und methodischen Neuentwicklungen zurückgegriffen werden
muss und der in die betriebliche Mitbestimmung zu integrieren ist.

Ver.di wird aufgefordert, in ihrem Verantwortungsbereich der Prekarisierung der
Bildungsarbeit entgegenzuwirken und gesellschaftlich vorbildliche Lösungswege zu
beschreiten, die sich an den eigenen Forderungen an die Gesellschaft, an Staat
und Unternehmen orientieren. Ver.di soll sich weiterhin der Frage der
Interessensvertretung freiberuflicher BildungsarbeiterInnen nachdrücklich und
nachhaltig annehmen. Hierzu gehört auch, dass unsere KollegInnen – erprobt in
der Tarifarbeit – die besondere Situation der „neuen Freiberuflichen“ besser und
konkreter verstehen lernen.

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