Tagesfortschritt:

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Diskurs
um die Arbeitnehmerweiterbildungsgesetze der Länder – deren Bedeutung im politisch gesellschaftlichen Gewerkschaftsumfeld

Archiv für: "Oktober 2016"

Kapitalismus verhindert Prekarisierung

  29.10.2016 08:53, von , Kategorien: Das Leben, das Universum … und der ganze Rest!, Seminare, Die Welt … und der ganze Rest!, Hintergrund, Hintergrund

ZEITonline • Kultur • Literatur • Felix Stephan • 28. Oktober 2016, 14:43 Uhr

Wenn die Herrschaften zur Arbeit gehen, übernehmen Angestellte Haushalt und Kinder. „Die Rückkehr der Diener“ ist eine erstaunliche Entwicklung in volldigitalen Zeiten.

(woi) Ein ganz eigenes Szenario wird hier entwickelt: Wenn andere die große Arbeitslosigkeit vor Allem der niedrig qualifizierten Arbeit prognostizieren, die Mahner daran erinnern, dass durch die Algorithmierung der Arbeit auch intellektuellere Tätigkeiten obsolet werden können, behauptet dieser Gedankengang, dass gerade die heute unterprivilegierten Berufe – und hier vornehmlich die der Frauen – dank des boomenden Kapitalismusses fröhliche Urständ feiern werden.

Der Grund ist die Akkumulation von Reichtum:

 „… die Unterschiede zwischen den Reichsten und den Ärmsten [sind] wieder ausreichend groß. Der französische Ökonom Thomas Piketty hat gezeigt, dass sich die Vermögensverhältnisse in den westlichen Industrieländern nach dem Zweiten Weltkrieg vorübergehend angeglichen haben, der Abstand zwischen den oberen und den unteren Zehntausend also kleiner geworden ist. Seit den frühen achtziger Jahren wandert das Geld in den USA und Westeuropa allerdings wieder konstant von unten nach oben und von den öffentlichen Haushalten zu privaten Organisationen.

In der Konsequenz ist also genug Geld da, menschliche Arbeitskraft zu bezahlen. Und hier vor Allem die affektive, die klassischer Weise von (bisher ungleich und unterbezahlten) Frauen geleistet wird.

 … die Kunden [entscheiden sich] nach wie vor tendenziell für den erfahrenen Blick der Gouvernante und gegen den Algorithmus […], wenn Geld nicht das entscheidende Kriterium ist.

 Am Horizont sieht Bartmann deshalb eine „Feminisierung des Arbeitsmarktes“ aufziehen. Das alte feministische Projekt, Affektarbeit nicht mehr als zweitrangig und minderwertig aufzufassen, würde spätestens dann zum Abschluss kommen, wenn Affektarbeit die einzige Arbeit ist, die es überhaupt noch gibt.

Edward Snowdens Empfehlung

  26.10.2016 14:14, von , Kategorien: software, Die Welt … und der ganze Rest! , Tags:

DGBeinblick • 16/2016 • 26.10.2016

Viele Messenger stehen für den Umgang mit den Daten in der Kritik – häufig zurecht. Dabei gibt es Alternativen, die wesentlich sensibler mit den Daten der NutzerInnen umgehen. Das Problem: Durch die weite Verbreitung von Whats-App haben es andere Anwendungen schwer. Doch gerade für vertrauliche Nachrichten etwa von Betriebsräten an ArbeitnehmerInnen sollten sichere Kurznachrichtendienste eingesetzt werden. SmartUnion stellt drei Beispiele vor.

Elf Thesen zur Arbeit der Zukunft

  22.10.2016 13:46, von , Kategorien: Gewerkschaft, Ökonomie, Hintergrund, Hintergrund

DGBGegenblende • Reiner Hoffmann • DGB-Debattenportal • 10.06.2015

Fünf Thesen zur Zukunft der Arbeit

Die Debatte über die Zukunft der Arbeit ist keineswegs neu, sie durchzieht die gesellschaftspolitischen und gewerkschaftlichen Diskurse seit vielen Jahrzehnten. Nie konnte man mit Sicherheit sagen, wie die „Arbeit der Zukunft“ aussieht. Heute hängt sehr viel von den sogenannten Megatrends (wie Globalisierung, Digitalisierung, demografischer Wandel) ab, die sich nur schwer antizipieren lassen.

Aber manches liegt doch auf der Hand: Die Erfahrungen der internationalen Finanzmarktkrise haben gezeigt, dass wir durchaus nicht auf dem Weg in eine schöne neue, »reine« Dienstleistungsgesellschaft sind – und dies auch nicht wünschenswert ist. Natürlich wird sich der wirtschaftliche Strukturwandel erheblich auf die zukünftige Branchenzusammensetzung auswirken, es wird zu einer weiteren »Verflüssigung« der Branchenstrukturen kommen. Und natürlich werden vor allem produktionsorientierte Dienstleistungen einen wichtigen Stellenwert einnehmen; Industrie und Dienstleistungen werden sich immer stärker verzahnen.

Dennoch wird Erwerbsarbeit auch weiterhin in hohem Maße von der industriellen Wertschöpfung abhängen. In Deutschland ist der Anteil industrieller Wertschöpfung mit 25 Prozent schon jetzt im europäischen Vergleich außerordentlich hoch. Industriearbeit wird ihren hohen Stellenwert für die Arbeit der Zukunft behalten.

Die folgenden elf Thesen beinhalten Anforderungen an die Gestaltung der Arbeit der Zukunft:

  • 1. These: Gute Arbeit ist menschengerecht gestaltete Arbeit
  • 2. These: Gute Arbeit braucht Qualifizierungs- und Entwicklungschancen
  • 3. These: Gute Arbeit ist mitbestimmte Arbeit
  • 5. These: Der Wert der Arbeit gehört ins Zentrum der gesellschaftspolitischen Debatte
  • 6. These: Die Arbeit der Zukunft wird nicht grundsätzlich beherrscht von neuen Technologien
  • 7. These: Der erfolgreiche ökologische Wandel wird auch über die Arbeit der Zukunft entscheiden
  • 8. These: Die Arbeit der Zukunft braucht europäische Leitplanken
  • 9. These: Die Arbeit der Zukunft wird auch durch eine erfolgreiche Einwanderung bestimmt
  • 10. These: Die Arbeit der Zukunft muss die Gender-Perspektive stärker in den Blick nehmen
  • 11. These: Die Arbeit der Zukunft braucht mehr Zeitsouveränität

aus: Reiner Hoffmann (Hg.), „Arbeit der Zukunft: Möglichkeiten nutzen – Grenzen setzen“, Campus Verlag; Frankfurt/Main, 520 Seiten, ISBN-10: 3593504510; ISBN-13: 978-3593504513

Perspective Daily – 11.10.2016

  12.10.2016 10:49, von , Kategorien: Hintergrund, Die Welt … und der ganze Rest!

PDPerspective Daily • Dirk Walbrühl • 11. Oktober 2016

Videospiele sind harmlos, machen aggressiv, lehren wichtige Fähigkeiten, machen einsam, sorgen für Freunde? Schluss mit den Mythen: Es ist höchste Zeit für eine neue Debatte über Games.

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