Tagesfortschritt:

 (FRT)
Diskurs
um die Arbeitnehmerweiterbildungsgesetze der Länder – deren Bedeutung im politisch gesellschaftlichen Gewerkschaftsumfeld

Kategorie: "Gewerkschaft"

Rente – ein zentrales (Wahlkampf-)Koalitions-Thema

  26.04.2021 02:31, von , Kategorien: Karlsruhe aktuell, Gewerkschaft, Betrieb & Gewerkschaft, Selbstständige in ver.di

RenteStarke gesetzliche Rente • 22.04.21

210422_Frank.png „Was mich umtreibt ist, dass die rentenpolitische Diskussion so dahin läppert … wir müssen Rente zu einem der zentralen Wahlkampfthemen machen … unsere Forderugen sind klar!“ (Frank Werneke, 22.04.21)

Rente

Die Positionen der ver.di-Selbstständigen zur Bundestagswahl 2021

… als Flugblatt (PDF, 161 kB)

Wirtschaftsdemokratie

  06.02.2015 14:30, von , Kategorien: Gewerkschaft, Ökonomie

ver.di • Mitgliedernetz • Interaktiv • Foren • Martin Beckmann

Forum: Wirtschaftsdemokratie

ver.di lädt Euch alle zu einer Diskussion zum Thema Wirt­schafts­de­mo­kra­tie ein. Die ver.di-Arbeitsgruppe Wirt­schafts­de­mo­kra­tie hat dazu ein Impulspapier erstellt, das hier zur Diskussion steht [nur für angemeldete Mitglieder]. Ziel ist es, auf Grundlage der Diskussion einen Leitantrag für den 4. ver.di-Bundeskongress im September 2015 zu diesem Thema zu formulieren.

sichtbar werden!

  05.02.2015 21:34, von , Kategorien: Gewerkschaft

ver.di • Selbstständige • Einmischen • Service • Vor Ort

Regionale Ansprechpartner/innen für Selbstständige

Auf der site der Selbstständigen im ver.di-Mitgliedernetz gibt es eine Sammlung von bundesweiten Kontakten für Selbstständige.
Diese Seite verlinkt nicht nur zu den hauptamtlichen der Fachbereiche der Bezirke. Gunter Haake sammelt auf dieser Seite weitere Kontaktadressen von aktiven Gruppen.

Betriebsrat gewählt

  04.11.2014 17:51, von , Kategorien: Gewerkschaft, Ökonomie
(woi) Was selbstständig Arbeitenden in Deutschland verwehrt bleibt, konnte für chinesische Fairphone-Arbeiter durchgesetzt werden: Die Wahl eines Betriebsrats! Ein Grund auszuwandern? Die Organisation Selbstständiger wird von ver.di stark unterstützt* und in Hamburg, Berlin, München und Hattingen gibt es Initiativen, die sich u.A. für die betriebsratsähnliche Vertretung freier Mitarbeiter einsetzen.
* s. dazu auch:

Diesseits der Beschlusslage

  16.10.2014 17:39, von , Kategorien: Bildungsurlaub, Gewerkschaft
(woi) Bereits am 3. und 4. September wurde im DGB Erwachsenenbildungszentrum Hattingen einer seiner ehemaligen Leiter geehrt. Anlass war der 80. Geburtstag Hinrich Oetjens, der einer der Gewerkschafter ist, der noch einen „ordentlichen“ Beruf gelernt hatte. Eine antiquierter Lebenslauf zwar, aber gerade das befähigte ihn zu einer bodenständigen und politischen Gewerkschaftsarbeit und einem kollegialen Führungsstil, der im Neuen die Herausforderung sah, sich dem stellte und förderte. In seine Ära fiel das gewerkschaftspolitische Podium „Hattinger Kreis“, das damals mit Thesen wie „Jeneits der Beschlusslage“ von sich Reden machte. Zu dieser Veranstaltung, die gleichzeitig zur Feier des 40-jährigen Bestehens des DGB-Bildungswerks e.V. genutzt wurde – obwohl am selben Tag dieses seinen Betriebsausflug nahm – gibt es eine Ton-Dokumentation. Bemerkenswerte Reden, die Fragen aufwerfen, die noch einer Antwort harren. Hier ein Beitrag der Kollegin Julika Bürgin Elefant im Seminarraum – Zur Aktualität kritisch-emanzipatorischer gewerkschaftlicher Bildung

Wider besseres Wissen?

  14.10.2014 16:53, von , Kategorien: Bildungsurlaub, Gewerkschaft
(woi) Ende Juni wurden in einer Jugendbildungsstätte ver.dis alle Se­mi­nar­lei­ter­in­nen geschasst, nachdem es in einem Konflikt um die Rah­men­be­din­gun­gen ihrer Arbeit zu keiner Einigung gekommen war. Die Betroffenen haben ein blog eingerichtet. Sowohl die taz als auch das labournet.tv berichteten darüber. Einen weiteren Artikel, Wider besseres Wissen, veröffentlichte die taz im Zusammenhang mit zwei Vorfällen in der DGB-Er­wach­se­nen­bil­dungs­stät­te Hattingen. Dort war ein Kollege ohne jeden Klä­rungs­ver­such rausgeschmissen worden, ein Weiterer entging dem nur knapp.

Prekäre Beschäftigung

  30.05.2014 16:40, von , Kategorien: Gewerkschaft, Ökonomie
(woi) Ein Artikel zum Diskurs über prekäre Entlohnung in Bereichen, in denen natürlicher Weise ein persönliches Engagement erwartet wird. Ein ver.di Sprecher meint dazu, wer ein solches Gehalt zahle, müsse sich Gedanken machen, woher die Angestellten das restliche Geld besorgen.

taz • Öko • Arbeit • Prekäre Arbeitsverhältnisse • Jannis Hagmann • 30. 05. 2014

„900 Euro im Monat? Hallo?“

Ein Job im Nonprofit-Sektor? Für viele Akademiker ist das ein Traum – trotz der niedrigen Gehälter. Nun hat eine Ausschreibung einen Aufschrei ausgelöst.

Arbeit – Bildung – Urlaub

  26.05.2014 03:49, von , Kategorien: Bildungsurlaub, Gewerkschaft, Ökonomie

Bildungsarbeiterinnen am DGB Erwachsenenbildungszentrum Hat­tingen haben sich Ende 2010 mit Unterstützung der ver.di organi­siert.

In einem Positionspapier haben wir 2012 der Geschäftsführung dar­gelegt, wie eine Bezahlung entlang den Grundsätzen des Deutschen Gewerkschaftsbunds für eine auskömmliche faire Bezahlung aussehen müsste. 2013 konnten wir mit Unterstützung einiger Gewerkschafter Anträge für den 20. ordentlichen DGB-Bundeskongress des DGB im Mai und zum ver.di Bundeskongress 2015 auf den Weg brin­gen.

Auf dem eben zu Ende gegangenen DGB-Bundeskongress wurde der An­trag zur Förderung der politischen Bildung beraten. Zunächst wurde der Antrag in einem allgemeineren Antrag – „Gute Bildung für gute Arbeit und gesellschaftliche Teilhabe“ (C 001) – subsumiert, aber auf Initiative der ver.di in einem Änderungsantrag (Ä 001) erneut behandelt und dessen weitergehende Forderungen von Wiebke Koerlin (Fach­be­reich Bildung und Wissenschaft, ver.di) erläutert. Sie führte u.A. aus, „dass es zum Thema politische Bildung auch noch mal eine klare Aussage der Gewerkschaften und des DGB geben muss, auch dort Ressourcen bereitzustellen. […] Auch die innergewerk­schaftlichen Ressourcen sind auszubauen. Ich finde es gut, dass mit dem Antrag andere aufgefordert werden, diesen Bereich zu stär­ken, aber wir selber sollten das auch weiterhin machen.“

Der Antrag Faire Bezahlung in der ver.di Weiterbildung und be­triebliche Mitbestimmung für den ver.di Bundeskongress 2015 ist auf dem Weg.

Die Freien Bildungsarbeiterinnen am DGB Erwachsenenbildungszentrum Hat­tingen unterhalten einen blog, der über die Aktivitäten rund um den Bildungsurlaub und die ihn tragenden Bildungsarbeiterinnen be­richtet: http://arbeit-bildung-urlaub.de/

In einem geschlossenen Bereich können auch weitergehende inhaltli­che Diskussionen stattfinden.

In dem blog kann man sich unter „Noch nicht angemeldet? Jetzt registrieren »“ anmelden.

Unsere innere Arbeitsumgebung, in der wir uns organisieren, ist eine moodle-Plattform.

Bei Interesse zur Mitarbeit und um an den internen Diskussionen beteiligt zu werden, wendet euch bitte an: sprecherrat @ arbeit-bildung-urlaub.de

… auch derjenigen, die für gewerkschaftliche Bildungsträger arbeiten!

  23.05.2014 01:03, von , Kategorien: Gewerkschaft , Tags: ,

(pk) Zwei interessante Anträge sind von der ver.di Bezirksfachbereichskonferenz Berlin beschlossen worden:

  • Antragsteller: Wahlkreisversammlung Aus- und Weiterbildung
    Die Bezirksfachbereichskonferenz FB 5 möge folgenden Antrag beschließen und an die Landesbezirksfachbereichskonferenz, an die Bundefachbereichskonferenz und den Bun­des­kon­gress weiterleiten:

    Der ver.di Fachbereich Bildung, Wissenschaft und Forschung soll sich für die Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen der Solo-​Selbst­stän­di­gen in der Bildungsbranche, auch derjenigen, die für gewerkschaftliche Bil­dungs­trä­ger arbeiten, einsetzen.
  • Antragsteller: Wahlkreisversammlung Aus- und Weiterbildung
    Die Bezirksfachbereichskonferenz FB 5 möge folgenden Antrag beschließen und an die Bezirkskonferenz Berlin, Lan­des­be­zirks­kon­fe­renz und Lan­des­be­zirks­fach­be­reichs­kon­fe­renz weiterleiten:

    1. Der Landesbezirk Berlin-Brandenburg soll einen fach­be­reichs­über­grei­fen­den Selbstständigenausschuss etablieren.
    2. Die Arbeit des Selbstständigenausschusses soll mit einer halben Ge­werk­schafts­stel­le unterstützt und koordiniert werden.

Gerade in der Bildung geht es für ihre Rechte bergab.

  17.05.2014 00:28, von , Kategorien: Gewerkschaft , Tags: , ,

(woi) Gundula Lasch, im ver.di Bundesvorstand und Sprecherin der Freien und Selbstständigen, bezog zum Antrag O 001 eindeutig Stellung zur Stärkung der Freien innerhalb der Gewerkschaften und schloss ihren Redebeitrag mit den Worten:

„Denn gerade in der Bildung geht es für ihre Rechte im Moment bergab. Es gibt immer mehr Kollegen, die gerne aktiv werden und sich für ihre Rechte einsetzen möchten. Dafür bitte ich um Eure Unterstützung.“

Verteidigung des Antrags Ä 001 – 15. Mai 2014 – DGB Bundeskongress

  16.05.2014 14:17, von , Kategorien: Bildungsurlaub, Gewerkschaft , Tags: , , , , ,

(woi) Auf dem 20. ordentlichen Bundeskongress des DGB, dem Parlament der Arbeit, 11.–15. Mai 2014, drohte unser Antrag und damit die Forderung nach dem Engagement der Gewerkschaften, in einem allgemeinen bildungspolitischen Antrag (C 001 – „Gute Bildung für gute Arbeit und gesellschaftliche Teilhabe“) unter zu gehen; Andreas Keller, Sprecher der Antragsberatungskommission, führte zum Änderungsantrag aus:

„Das ist ein Änderungsantrag der Gewerkschaft ver.di, der den Leitantrag ergänzen möchte um die Forderung nach einer hinreichenden gesellschaftlichen und innergewerkschaftlichen Ressource für die Fortentwicklung der politischen Bildung, und zwar ganz konkret hier der außerschulischen politischen Bildung. Wir finden, dieser Aspekt ist in der Tat so explizit nicht angesprochen gewesen, der passt gut hinein. Die Antragsberatungskommission empfiehlt die Annahme des Änderungsantrages Ä 001.“ (Tagungsprotokoll 4. Tag, S. 18 (154))

Wiebke Koerlin, Mitinitiatorin des Änderungsantrags Ä 001, begründet diesen und bringt unser Anliegen, die politsche Bildung und das Engagement der Gewerkschaften für politische Bildung zurück in die Diskussion. (Sie erwähnt die Ausführungen von Elke Hannack zum Leitantrag C 001: Diese finden sich ebenfalls im Tagungsprotokoll 4. Tag, S. 27 (163). Die gesamte Dkumentation des 20. Parlaments der Arbeit findet sich auf „Beschlüsse und Tagesprotokolle des 20. Ordentlichen DGB-Bundeskongresses“.)

Selbstständige in Betriebs- und Personalräte

  05.02.2014 01:09, von , Kategorien: Gewerkschaft , Tags: , ,
ver.di • Selbstständige • Einmischen • News • 20.01.2014

EU-Parlament: Gewerkschaften müssen sich um Selbstständige kümmern

Das EU-Parlament hat in einer aktuellen Entschließung (Sozialschutz für alle, einschließlich selbständig Erwerbstätiger) viele Forderungen der ver.di-Selbstständigen aufgegriffen und dabei das Thema soziale Sicherung in den Fokus gestellt. — Gleichzeitig fordert es auch die Gewerkschaften auf, in Sachen selbstständig Erwerbstätige aktiver zu werden.

 

ver.di • Selbstständige • Einmischen • Kollektive Lösungen

Nicht für alle, aber effektiv
Tarifverträge für Selbstständige

Feste Honorarsätze für definierte Aufgaben, Urlaubsgeld, ein verbesserter Schutz vor Auftragskündigung. Dies und viel mehr lässt sich auch für Selbstständige – vorausgesetzt, viele arbeiten viel für einen Auftraggeber – durchsetzen: per Tarifvertrag.

Selbstständige, die viel für einen Auftraggeber arbeiten und damit „wirtschaftlich abhängig und vergleichbar einem Arbeitnehmer sozial schutzbedürftig” aber nicht Scheinselbstständige sind, definiert das Tarifvertragsgesetz als „arbeitnehmerähnliche Personen“.

 

ver.di • Selbstständige • Einmischen • Kollektive Lösungen

(Noch) selten, aber möglich!
Selbstständige in Betriebs- und Personalräte

Selbstständige stellen in zahlreichen Betrieben und Einrichtungen einen Großteil des Personals. Einen Anspruch auf eine Vertretung ihrer Interessen in den Personalvertretungen oder durch Betriebsräte, die auch nur im Entferntesten an die Rechte von Festangestellten heranreicht, besteht meist nicht. Vielmehr kann der Auftraggeber, die Selbstständigen gegeneinander ausspielen.

Antragsvorschlag zum Bundeskongress des DGB

  01.02.2014 10:00, von , Kategorien: Bildungsurlaub, Gewerkschaft , Tags: , , , , ,

Antrag von (verdi, IG-Metall, IG-Bau …) zum DGB-Bundeskongress:
Förderung der politischen Bildung durch die Stärkung der Arbeitnehmerweiterbildung für Mitglieder und alle ArbeitnehmerInnen


Der 20. Ordentliche DGB-Bundeskongress möge beschließen:
Der DGB unterstützt die politische Arbeitnehmerinnen und Mitgliederbildung durch die Stärkung der Arbeitnehmerweiterbildung (Bildungsurlaub in den einzelnen Bundesländern) in den Gewerkschaften und in der ganzen Gesellschaft auf allen Ebenen. Seit Jahren ist ein schleichender Bedeutungsverlust dieses Bildungsbereichs in den Gewerkschaften und in der Gesellschaft festzustellen. Der DGB mit den Einzelgewerkschaften und das DGB-Bildungswerk entwickeln ein Konzept, wie dieser Bildungsbereich in der Gesellschaft und in den Gewerkschaften gestärkt und damit zukunftsfähig gefördert werden kann. Ein Abbau der (bestehenden) betreffenden Bildungsangebote darf nicht stattfinden.

Begründung: Die Arbeitnehmerweiterbildung mit dem in den meisten Bundesländern verankerten Bildungsurlaub ist eine wesentliche Errungenschaft auch gewerkschaftlichen Engagements in den siebziger Jahren für eine demokratische Gesellschaft. Für ArbeitnehmerInnen ist dieses Angebot die Chance, über wesentliche Entwicklungen der Gesellschaft Informationen zu bekommen, diese im Austausch mit KollegInnen zu reflektieren und sich individuell und gesellschaftlich zu orientieren und zu verorten. Gesellschaftliche Kritik- und Urteilsfähigkeiten werden so erworben, die für die Demokratie unverzichtbar sind. Diese Bildungsprozesse fördern den Mut für eigenes gesellschaftliches Handeln und fördern Solidarität sowie politische Handlungs-Beteiligungsoptionen, die nicht nur für die Gewerkschaften, sondern alle demokratischen Organisationen und Strukturen elementar sind. Zudem schaffen diese Bildungsangebote Begegnungsmöglichkeiten und Diskurse zwischen der gewerkschaftlichen Organisation, den Mitgliedern und auch nicht Organisierten. Das sind nötige Kommunikationsmöglichkeiten auch für gewerkschaftliche Zukunftsdiskurse in den permanenten gesellschaftlichen Veränderungsprozessen. Damit dieser Bildungsbereich fortentwickelt werden kann, sind sowohl innergewerkschaftlich, wie gesamtgesellschaftlich die nötigen Ressourcen zur Verfügung zu stellen. Ein Abbau von Ressourcen ist damit nicht vereinbar.

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Eckpunktepapier zur Ausgestaltung des Bildungsfreistellungsgesetzes Baden-Württemberg

  01.02.2014 03:31, von , Kategorien: Bildungsurlaub, Gewerkschaft , Tags: , , , , ,
Beschluss des DGB-Bezirksvorstands, 19.11.2013 Im Übereinkommen Nr. 140 der internationalen Arbeitsorganisation (ILO) vom 24. Juni 1974 hat sich die Bundesrepublik Deutschland völkerrechtlich verpflichtet, eine bezahlte Freistellung zum Zwecke der Berufsbildung, der allgemeinen und politischen Bildung sowie der gewerkschaftlichen Bildung einzuführen . […] Die Regierung hat in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart, ein entsprechendes Landesgestz zu verabschieden. Mit dem Eckpunktepapier formuliert der DGB-Bezirk seine Anforderungen an eine gesetzliche Regelung für das Land Baden-Württemberg.

Antragsvorschlag zum ver.di Bundesdelegiertenkongress 2015

  30.01.2014 14:57, von , Kategorien: Bildungsurlaub, Gewerkschaft , Tags: , ,
Antrag zum ver.di-Bundeskongress 2015: Faire Bezahlung in ver.di Weiterbildung und betriebliche Mitbestimmung Der ordentliche ver.di-Bundeskongress möge beschließen: Die Beschäftigung von Solo­Selbstständigen für die von ver.di getragene Bildungsarbeit hat entlang der Richtlinien zur guten Arbeit zu erfolgen: Solo­ Selbständige BildungsarbeiterInnen werden entsprechend der tariflichen Vereinbarungen für BildungsreferentInnen unter Berücksichtigung der besonderen Belastungen der Freiberuflichkeit bezahlt und durch jeweilige Interessenvertretungen in die betriebliche Mitbestimmung einbezogen. Begründung: Die für die ver.di­ Bildungsangebote eingesetzten Referentinnen und Referenten stellen verantwortlich sicher, dass attraktive und politisch­inhaltlich anspruchsvolle Seminare an den Teilnehmern orientiert (gemeinsam mit den TeilnehmerInnen) gestaltet werden. Diese engagierte, qualifizierte und erfolgreiche Bildungsarbeit leisten seit Jahrzehnten überwiegend freiberufliche Referenten und Referentinnen. Die Lebenssituation (Einkommen, Kranken­ und Alterssicherung) dieser Solo­ Selbstständigen wird im radikalen Wandel der Arbeitswelt und der Beschäftigungsverhältnisse immer schwieriger und prekärer. „Gute Arbeit“ als Orientierung erfordert auch für diese Beschäftigtengruppe sozial adäquate Vereinbarungen. Die freiberufliche MitarbeiterIn muss selbständig die Reproduktion ihrer Arbeitskraft gewährleisten. Dazu gehört u.a. die kontinuierliche Weiterbildung und kollegiale Reflexion (z. B. Supervision, Teambesprechungen) sowie die eigene Erholung. Um eine Tätigkeit als FreiberuflerIn über einen längeren Zeitraum erfolgreich zu bewerkstelligen, entstehen Arbeits­ und Kostenanforderungen, die über die Anforderungen in „normalen“ Arbeitsverhältnissen hinausgehen: Es ist Sorge zu tragen auf Basis der Selbstständigkeit für:
    ­
  • eine armutsfeste Altersversorgung,
  • ­
  • die Versicherung für den Krankheitsfall und
  • die Absicherung gegen Berufsrisiken.
Und es fällt ein zusätzlicher Zeitaufwand und Kosten für Akquise, Kontaktpflege, Werbung, Referenzen zur Präsentation sowie
    ­
  • Bürokosten (Telekommunikation, Druckkosten, Buchhaltung usw.) und
  • ­
  • Kosten für die notwendige Mobilität sowie
  • ­
  • Weiterbildung, einschließlich Fachliteratur
  • an.
Selbst wenn diesen Erfordernissen angemessen Rechnung getragen wird, bleibt das Risiko von zu geringen Auftragszahlen und von verdeckten Formen von „Erwerbslosigkeit“ in einer insgesamt prekären Arbeits­ und Lebenssituation. Gerade die Gewerkschaften müssen in dieser Situation beispielhaft und glaubwürdig handeln – darin liegt eine große Chance für gewerkschaftliche Zukunftsfähigkeit. Es darf bei der Gestaltung der Honorare für Solo­ Selbstständige keine Orientierung unabhängig des geltenden Tarifvertrages der hauptamtlichen Beschäftigten im Bildungsbereich geben: Dieser Tarifvertrag richtet sich nach der allgemeinen Einkommensentwicklung und somit ist es folgerichtig, dass dies auch für die freiberuflichen Referentinnen und Referenten gelten muss. Deren momentan aktuellen Honorarsätze liegen weit darunter. Ver.di profitiert damit von der Prekarisierung der Bildungsarbeit. Es herrscht keine Leistungs­ und Einkommensgerechtigkeit. Die Orientierung der Honorare an den eigenen Gehältern der hauptberuflichen Funktionäre ist nicht im Bewusstseinshorizont der dafür verantwortlich Beschäftigten. Über die Honorarfrage hinaus muss es um die kontinuierliche Entwicklung eines gewerkschaftsnahen, gewerkschaftsverbundenen ReferentInnenpools gehen, auf den auch bei inhaltlichen und methodischen Neuentwicklungen zurückgegriffen werden muss und der in die betriebliche Mitbestimmung zu integrieren ist. Ver.di wird aufgefordert, in ihrem Verantwortungsbereich der Prekarisierung der Bildungsarbeit entgegenzuwirken und gesellschaftlich vorbildliche Lösungswege zu beschreiten, die sich an den eigenen Forderungen an die Gesellschaft, an Staat und Unternehmen orientieren. Ver.di soll sich weiterhin der Frage der Interessensvertretung freiberuflicher BildungsarbeiterInnen nachdrücklich und nachhaltig annehmen. Hierzu gehört auch, dass unsere KollegInnen – erprobt in der Tarifarbeit – die besondere Situation der „neuen Freiberuflichen“ besser und konkreter verstehen lernen.
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Umgang mit der Beschäftigung von DozentInnen

  20.01.2014 12:19, von , Kategorien: private Sammlung, Gewerkschaft, 4xQs , Tags: , , ,

ver.diReihe Anstöße • Referat Bildung, Wissenschaft, Forschung • Uwe Meyeringh, Veronika Mirschel, Peter Schulz-Oberschelp, Renate Singvog • , Dezember 2010

Betriebsräte werden mit sehr vielfältigen Beschäftigungsformen in der Weiterbildung konfrontiert. Dabei hat der Betriebsrat zu überwachen, „dass alle im Betrieb tätigen Personen nach den Grundsätzen von Recht und Billigkeit behandelt werden“. (§ 75 BetrVG). Alle im Betrieb tätigen Personen haben einen Anspruch darauf, vom Betriebsrat angemessen in ihren rechtlichen und sozialen Belangen vertreten zu werden.

Die meisten Lehrenden in der Weiterbildung arbeiten als Honorarkräfte. Viele von ihnen machen das nicht nebenberuflich. Sie leben hauptsächlich oder vollständig von ihren Honorareinkünften. Und sie unterliegen bei ihrer Beschäftigung den Mitwirkungs- und Mitbestimmungspflichten des Betriebsrats. Ein Umstand, der längst noch nich beit allen Bildungsträgern angekommen ist.

Bildungsunternen beschäftigten Dozentlnnen überwiegend nicht nicht mehr im Rahmen von Arbeitsverhältnissen, sondern als Selbstständige im Rahmen von Dienstverträgen […] oder auch Werkverträgen […]. Diese Selbstständigen werden gleichermaßen u.a. auch als freie Mitarbeiterlnnen oder Honorarlehrkräfte bezeichnet.

Von den Unternehmen wird dieser Trend mit Kostensenkungsabsichten sowie einer unzureichenden Planbarkeit hinsichtlich der Vergabe von Aufträge unn dem damit verbundenen Auslastunqsrisiko (z.B. 60% bei Berufsvorbereitungslehrgängen BVB) begründet.

Das ist alarmierend, da die selbstständigen Dozentlnnen weitgehend nicht mehr den gesetzlichen Schutzvorschriften unterliegen. Für den Betriebsrat heißt das, genau zu prüfen, ob es sich bei den im Betrieb beschäftigten Dozentlnnen überhaupt um Selbstständige handelt und ob eine Möglichkeit zur Reglementierung des Einsatz solcher Selbstständiger handelt und ob eine Möglichkeit zur Reglementierung des Einsatzes solcher Selbstständiger geschaffen werden kann.

[Anm.: Lesbar bis S. 16 und ab S. 23 und durch unser Positionspapier zu ergänzen.]

Artikel im Archiv (PDF, 20 MB)

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