Kategorie: "Datenschutz / Datensicherheit"

Alter Wein in alten Schläuchen

  12.09.2010 17:53, von , Kategorien: Datenschutz / Datensicherheit
(woi) Das magazin für computer technik, c’t, berichtet in seiner 20. Ausgabe vom 13.09. über den neuerlichen Vorstoß des BKA, Websperren für sites mit kinderpornographischen Inhalten einzuführen. Ebenso heftig wie diese Forderung, brandet dem BKA die Kritik u.A. des Arbeitskreises gegen Internet-Sperren und Zensur (AK Zensur) entgegen und verkehrt die Argumentation des BKAs, das sich trotz „guter [internationaler] Kooperation und verbesserter Meldewege“ außer Stande sieht, solche Seiten zeitnah vom Netz zu nehmen, ins Gegenteil. Anders als das BKA sieht der AK Zensur gerade hier erheblichen Verbesserungsbedarf. Das Innenministerium geht noch einen Schritt weiter und sieht laut einem Interview der Sonnatagsausgaber der FAZ die Lösung darin, dass verdeckte Ermittler zukünftig szenetypische Straftaten begehen dürfen sollten, d.h. selbst kinderpornographisches Material abrufen und zur Verfügung stellen.

Hurrah, Deutschland schafft auf Bundesebene die Todesstrafe ab! - ?

  23.08.2010 11:56, von , Kategorien: Datenschutz / Datensicherheit
(woi) Frohlocken allenthalben ob der neuen Regelungen zum Arbeitnehmer-Datenschutz die seit heute in Kraft getreten sind. Doch warum stinkt das Ei, das den Arbeitnehmern ins Nest gelegt wurde? Soll jetzt wirklich mit den einfachsten Regeln der westlich-zivilisierten Gesellschaf Schluss sein? Schon längst hatte der FoeBuD e.V. mit seinem Aufkleber “Aus hygienischen Gründen wird diese Toilette videoüberwacht” auf Missstände hingewiesen. Der Artikel Seit heute ist es verboten, ein Verbot zu übertreten von Bettina Winsemann in Telepolis klärt auf.

Ruf nach dem Staat!

  24.07.2010 18:25, von , Kategorien: Datenschutz / Datensicherheit
(woi) Uneindeutig war bislang meine Haltung zu ePost, dem „neuen“ Dienst der Deutschen Post – zu lange warte ich schon auf einen Dienst, der die Kommunikation im Netz sicher und vertrauenswürdig macht, als dass ich diesem Dienst ablehnend gegenüber hätte stehen können. Was ich nun aber vor finde, ist nicht ein staatlich verifizierter und qua Parlament kontrollierbarer Dienst, der jedem Bürger zu stehen sollte. Es ist eine Marketing-Geburt einer x-beliebigen AG, die mit anderen in Konkurrenz tritt und nach wie vor von alten Zeiten lebt, als das „deutsch“ in Deutsche Post noch eine hoheitliche Bedeutung hatte. Nichts davon ist übrig; Adresshandel ist ebenso inklusiv, wie die Benachteiligung des Kunden im Tagesgeschäft. Eine Annäherung an alte staatliche Bindungen gibt es indes doch: Dateninhalte und Zugangskennung stehen staatlichen Organen unbürokratisch zur Verfügung. Ein wenig mehr dazu auf TELEPOLIS in einem Beitrag von Peter Mühlbauer vom 24.07.10. Auch dieser neue Dienst verwirklicht nicht mein Recht auf Informationelle Selbstbestimmung! Nach wie vor bleibe ich bei der Benutzung allgemein zugänglicher und benutzter Datendienste auf meine beschränkten Mögllichkeiten zum Schutz meiner Persönlichkeit angewiesen; auch die optionale, qualifizierte elektronische Signatur (QES) des elektronischen Personalausweises orientiert sich nicht am Schutzbedürfnis des Bürgers. So bleibt mir unverständlich warum ein Bürger mit dem neuen Personalausweis nicht gleichzeitig sein (staatliches) Zertifikat erhällt und dieses erst auf dem „freien“ Markt mit allen möglichen unüberschaubaren AGBs (wie z.B. die der ePost) erwerben muss. Bei aller Staatskritik: Ein durch politischen Willen lenkbarer Staat, scheint mir jeder(!) Regulierung durch den freien Markt überlegen. Vertane Chancen!

„Google macht das nicht wegen lustig!“

  24.07.2010 15:00, von , Kategorien: Datenschutz / Datensicherheit, Hintergrund
(woi) Die Beschreibung Datenkrake Datenkrake hat sich offensichtlich auch für Google durchgesetzt; die NZZ hält auf ihrer site z.Zt. einen 10-minütigen Video „Google, der Datenkrake“ vor, der Bücher über Google vorstellt. Natürlich geht es um Datenschutz aber auch um die unglaubliche Geschichte dieser Firma. Alleine die Moderation – mit nur leicht schweizerischer Prosodie ;-) – ist schon höhrenswert; hier ergeht man sich nicht in platter Ablehnung noch Euphorie, hier werden u.A. tröstliche Aussichten aufgezeigt, die davon ausgehen, dass auch der Nutzer mit der Zeit eine „gewisse Reife“ erlangen könne. Hier kurz die angesprochenen Bücher: 1. Die Google-Falle, Gerald Reischl, Ueberreuter, 2008, ISBN: 978-3-8000-7323-8 «Google weiss mehr als die Polizei.» 2. Googled, Ken Auletta, Penguin Press, 2009, ISBN: 075352242X «The world has been Googled.» 3. What Would Google Do?, Jeff Jarvis, HarperBusiness, 2009 «Free is impossible to compete against.» >>> Was würde Google tun?, Jeff Jarvis, Heyne, 2009, ISBN: 978-3-453-15537-4

Kein Haushalt für DEMail

  15.07.2010 00:17, von , Kategorien: Datenschutz / Datensicherheit
Der Bundestag hat dem Bundesinnenministerium auf Wunsch der FDP im Haushaltsplan 2010 „Ausgaben zum Zwecke der Verwirklichung des Projekts DeMail“ bis auf weiteres untersagt. Es ist zu hoffen, dass De-Mail endgültig eingestellt und die dadurch eingesparten Mittel für eine Verbesserung von Datenschutz und Datensicherheit eingesetzt werden. Um die Entstehung eines faktischen Zwangs zur Nutzung von De-Mail zu verhindern, muss De-Mail boykottiert werden, damit es sich nicht durchsetzt

RoboCops – Vorwärts in den Wahnsinn

  14.07.2010 11:19, von , Kategorien: Datenschutz / Datensicherheit
(woi) Für die diesjährigen BigbrotherAwards gibt es einen würdigen Kandidaten: Das Projekt INDECT, ein Projekt der EU!

INDECT ist der Entwicklungsname für ein System zur vernetzten Überwachung innerhalb der EU und wurde Anfang 2009 im Rahmen des 7. Forschungsrahmenprogramms der EU-Kommision mit einem Budget von 14,86 Millionen Euro bei einer Laufzeit von fünf Jahren gestartet.

Ausgeschrieben steht er für “Intelligent information system supporting observation, searching and detection for security of citizens in urban environment".

INDECT zielt darauf ab, das Erkennen von möglichen Gefahrensituationen zu automatisieren. Für die Definition von “atypischem, bzw. kriminellen Verhalten", das mittels INDECT aufgespürt werden soll, wurden mehrere Hundert polnische Polizist_innen befragt. Der größte Teil sieht etwa Herumlungern, sich umsehen oder einen längeren Aufenthalt in Türbereichen als verdächtig. Aber auch Phänomene wie Flashmobs und spontane Demonstrationen werden thematisiert.

Ich sollte dringend anfangen zu twittern – sagt mein Chef! Hier der komplette Nominierungsvorschlag für die BigbrotherAwards 2010.

Scroogle ausgebremst!

  05.07.2010 02:23, von , Kategorien: Datenschutz / Datensicherheit, Hintergrund, software
(woi) Seit 01.07. funktioniert die alternative Suchmaschine Scroogle nicht mehr. Bei einer Suche via Scroogle erscheint eine Seite, die die Zusammenhänge erläutert. Demnach hat eine Änderung im Aufbau der Google Seite dazu geführt, dass die Daten der Suchmaschine nicht mehr ausgelesen und ohne Verwendung der Daten des Suchenden benutzt werden können. Als verbleibende Alternativen bieten sich Ecosia, ixquick und das neu aufgemöbelte MetaGer an. Diese Suchmaschinen versichern im Gegensatz zu Google keine Daten zu speichern; allerdings arbeiten sie auch nicht mit Google zusammen. Wer die Suchergebnisse Googles braucht, keine Daten preisgeben will und auch noch CO2-neutral suchen will, kann znout (zero negative output) benutzen. Alle diese Suchmaschinen lassen sich problemlos in der Suchmaschinenauswahl des Firefox unterbringen.

Trittin wusste mehr!

  02.06.2010 15:07, von , Kategorien: Datenschutz / Datensicherheit
(woi) Grünen-Fraktionschef Trittin hatte Köhler mit Lübke, dem eine gewisse Tolpatschigkeit in der Wahl seiner Wort nach gesagt wird, verglichen. Nun, er hatte recht! Auch Lübke legte sein Amt vorzeitig nieder.

Keine freie Software in Sächsischer Administation

  02.06.2010 12:20, von , Kategorien: Datenschutz / Datensicherheit, Hintergrund, software, Urheberrecht
(woi) Hin und wieder flackern die Debatten um das Für und Wider Freier Software auch in der Politik auf. Das sollte eigentlich nicht verwundern, machen sich doch gerade die sensiblen Bürgerverwaltungen von nicht kontrollierbaren Firmen und Ländern mit einem anderen Sicherheitsverständnis abhängig. Im sächsischen Landtag hat die Schwarz-Gelbe-Regierungsmehrheit – mehr aus parlamentarischer Tradition, denn mit überzeugenden Argumenten – die Entwicklung einer Freien Software IT-Strategie für die sächsischen Staatsverwaltung abgelehnt. Die Argumentationen der Debatte vom 20. Mai hat netzpolitik.org veröffentilicht; hier zunächst ein Ausschnitt aus dem initiativen Beitrag der Grünen:
Vor allem aber liegt die Kontrolle der IT-Infrastruktur nicht mehr in den Händen weniger Hersteller; Einfluss und Macht über Arbeitsabläufe, sensible Kommunikation und Daten werden nicht länger an externe Akteure abgegeben. Durch den Einsatz Freier Software verhindern staatliche Stellen ihre Abhängigkeit von solchen Akteuren und gewinnen an Souveränität und Transparenz. Für eine Gesellschaft, die in starkem Maße auf digitale Kommunikationstechnologie angewiesen ist, gewinnt diese Freiheit der Kommunikationsmittel zunehmend an Bedeutung.

Hacker hacken Hacker

  20.05.2010 02:37, von , Kategorien: Datenschutz / Datensicherheit
(woi) Der Hackergemeinde „Happy Ninjas“ ist es offenbar gelungen eine Burg der kriminellen Internetszene zu schleifen; dabei scheint kein Stein auf dem anderen geblieben zu sein berichtete heute.de computer am Mitwoch. Nicht unproblematisch scheint dabei zu sein, dass auf diese Weise persönliche und wirtschaftlich verwertbare Daten vieler Opfer der Internetbetrüger nun offen im Netz kursieren.

Google Vorreiter bei OpenSource!

  20.05.2010 02:16, von , Kategorien: Datenschutz / Datensicherheit, Hintergrund, Urheberrecht
(woi) Google macht sich für einen neuen Video-Standaard stark, den es mit seiner schieren Marktmacht auch wird durchsetzen können. Einerseits muss Google kaum auf bestehende Patente Rücksicht nehmen andererseits schafft es, allein über die Verbreitung per YouTube, ein neues Monopol. Zur Qualität und weiteren Hintergründen der knapp 5h alte Artikel auf heise online.

Misstrauen gegen globale Softwareanbieter

  15.05.2010 02:44, von , Kategorien: Datenschutz / Datensicherheit, software
(woi) Die indische Regierungs spricht sich aus Sicherheitserwägungen gegen den Einsatz ausländischer Betriebs~ und Antivirensoftware aus.
Auch die Schweiz – in puncto Sicherheit unschlagbar – setzt auf Open-Source. Die Parlamentarische Gruppe Digitale Nachhaltigkeit fragt: „Wollen Sie sich tatsächlich von einem amerikanischen Software-Konzern die Schweizer Informatik-Strategie diktieren lassen?“
Allein die deutsche Bundesverwaltung ebnet mit ihrer IT-Konsolidierung proprietären Lösungen den Weg, da die schiere Größe der angestrebten Strukturen einen ebenso großen Software-Partner voraus setzt. Aspekte der nationalen Sicherheit oder der nationalen Wertschöpfung scheinen keine Rolle mehr zu spielen.

Google? Meinten Sie: Scroogle!

  12.05.2010 12:46, von , Kategorien: Datenschutz / Datensicherheit, software, Urheberrecht
(woi) Das klingt nicht nur zufällig wie Google – in der Tat ist’s eine Suchmaschine, die nichts Anderes tut wie eine Suchanfrage an Google weiter zu leiten. Und? – Der große deal ist, dass keinerlei Daten an Google gehen: „no cookies, no search-term records, access log deleted within 48 hours“ lautet die Devise von Scroogle. Nein, Google ist nicht Böse – Google ist genial! Der einzige Fehler ist, dass der Umgang mit Daten – und das ist Fakt: Google weiß mehr über das Nutzerverhalten im Netz als CIA, FBI, BND und KGB zusammen – alleine von der Geschäfts-Ethik (ja sowas gibt es) Googles abhängt; doch dazu an anderer Stelle mehr … Scroogle lässt sich leicht in die Suchmaschinen-Suchleiste eines jeden browsers einfügen. O.k.! Das sieht nicht so aus wie Google – aber wer Ästhetik sucht, ist z.B. in der Ausstellung „Barbara Klemm“ deutlich besser aufgehoben!

www.meineschufa.de

  01.04.2010 20:46, von , Kategorien: Datenschutz / Datensicherheit
(woi) www.meinehoelle.de, ein Portal des Vatikans zum scoring beim jüngsten Gericht und des resultierenden Fegefeueranteils – ein Aprilscherz! Nicht aber die seit heute geschaltete (und vermutl. wg. Überlastung unerreichbare) Auskunftsseite für Jedermann bei der Schufa. Hatte die Schufa schon länger mit dem für Normalbürger eher nicht nachvollziehbaren Slogan geworben „Wir schafffen Vertrauen“, ist sie seit heute diesem Versprechen vielleicht einen Schritt näher gekommen. Eine Änderung des Datenschutzgesetzes fordert von Auskunfteien das Auskunftsrecht für die Betroffenen ein. Weitere Informationen beim Bundesverband der Verbraucherzentralen und beim Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit.

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 (FRT)

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Nun ist sie weg – schade!

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