Kategorie: "Gewerkschaft"
Rente – ein zentrales (Wahlkampf-)Koalitions-Thema
Starke gesetzliche Rente • 22.04.21
„Was mich umtreibt ist, dass die rentenpolitische Diskussion so dahin läppert … wir müssen Rente zu einem der zentralen Wahlkampfthemen machen … unsere Forderugen sind klar!“ (Frank Werneke, 22.04.21)
Die Positionen der ver.di-Selbstständigen zur Bundestagswahl 2021
… als Flugblatt (PDF, 161 kB)
Elf Thesen zur Arbeit der Zukunft
• Reiner Hoffmann • DGB-Debattenportal • 10.06.2015
Die Debatte über die Zukunft der Arbeit ist keineswegs neu, sie durchzieht die gesellschaftspolitischen und gewerkschaftlichen Diskurse seit vielen Jahrzehnten. Nie konnte man mit Sicherheit sagen, wie die „Arbeit der Zukunft“ aussieht. Heute hängt sehr viel von den sogenannten Megatrends (wie Globalisierung, Digitalisierung, demografischer Wandel) ab, die sich nur schwer antizipieren lassen.
Aber manches liegt doch auf der Hand: Die Erfahrungen der internationalen Finanzmarktkrise haben gezeigt, dass wir durchaus nicht auf dem Weg in eine schöne neue, »reine« Dienstleistungsgesellschaft sind – und dies auch nicht wünschenswert ist. Natürlich wird sich der wirtschaftliche Strukturwandel erheblich auf die zukünftige Branchenzusammensetzung auswirken, es wird zu einer weiteren »Verflüssigung« der Branchenstrukturen kommen. Und natürlich werden vor allem produktionsorientierte Dienstleistungen einen wichtigen Stellenwert einnehmen; Industrie und Dienstleistungen werden sich immer stärker verzahnen.
Dennoch wird Erwerbsarbeit auch weiterhin in hohem Maße von der industriellen Wertschöpfung abhängen. In Deutschland ist der Anteil industrieller Wertschöpfung mit 25 Prozent schon jetzt im europäischen Vergleich außerordentlich hoch. Industriearbeit wird ihren hohen Stellenwert für die Arbeit der Zukunft behalten.
Die folgenden elf Thesen beinhalten Anforderungen an die Gestaltung der Arbeit der Zukunft:
- 1. These: Gute Arbeit ist menschengerecht gestaltete Arbeit
- 2. These: Gute Arbeit braucht Qualifizierungs- und Entwicklungschancen
- 3. These: Gute Arbeit ist mitbestimmte Arbeit
- 5. These: Der Wert der Arbeit gehört ins Zentrum der gesellschaftspolitischen Debatte
- 6. These: Die Arbeit der Zukunft wird nicht grundsätzlich beherrscht von neuen Technologien
- 7. These: Der erfolgreiche ökologische Wandel wird auch über die Arbeit der Zukunft entscheiden
- 8. These: Die Arbeit der Zukunft braucht europäische Leitplanken
- 9. These: Die Arbeit der Zukunft wird auch durch eine erfolgreiche Einwanderung bestimmt
- 10. These: Die Arbeit der Zukunft muss die Gender-Perspektive stärker in den Blick nehmen
- 11. These: Die Arbeit der Zukunft braucht mehr Zeitsouveränität
aus: Reiner Hoffmann (Hg.), „Arbeit der Zukunft: Möglichkeiten nutzen – Grenzen setzen“, Campus Verlag; Frankfurt/Main, 520 Seiten, ISBN-10: 3593504510; ISBN-13: 978-3593504513
Grünbuch des Dialogprozesses Arbeiten 4.0
Bundesministerium für Arbeit und Soziales • Publikationen • April 2015

(Artikel im Archiv (PDF, 5,7 MB))
Mit dem bis Ende 2016 angelegten Dialogprozess Arbeiten 4.0 schafft das Bundesministerium für Arbeit und Soziales einen Rahmen für einen teils öffentlichen, teils fachlichen Dialog über die Zukunft der Arbeitsgesellschaft. Als Grundlage für den Dialog stellte Bundesministerin Andrea Nahles am 22. April 2015 in Berlin das Grünbuch Arbeiten 4.0 vor. Es skizziert bestimmende Trends, gewandelte Werte und wichtige Handlungsfelder der künftigen Arbeitsgesellschaft. Es enthält eine Reihe konkreter Leitfragen, die einen breiten Dialog anstoßen sollen und unter Einbindung von Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Sozialpartnern, Verbänden und betrieblicher und Praxis behandelt werden sollen.
(woi) Das Grünbuch wird im Mitgliedernetz der ver.di diskutiert! (Zugang nur für Mitglieder der ver.di.)
Bernhard Pfitzner regt dort an, nicht das Ende des Dialogs, der 2016 mit einem Weißbuch Arbeiten 4.0 seinen Abschluss finden soll, abzuwarten und stellt in einem Papier einige Aspekte zur Diskussion; weiter hält er für sinnvoll,
[…] die propagierte Offenheit der Diskussion offensiv zur Einbringung gewerkschaftlicher Standpunkte [zu] nutzen
und dazu auf dem ver.di-BuKo im September [2015] in Leipzig einen Initiativantrag einzubringen!
BMWi • Pressemitteilung • Machnig • 30.5.2016
Das Bundeswirtschaftsministerium hat heute das Grünbuch Digitale Plattformen veröffentlicht, mit dem zentrale, rechtliche und regulatorische Fragen im Rahmen digitaler Plattformen identifiziert, definiert und strukturiert werden sollen.
Artikel im Archiv (PDF, 2,8 MB)
Opfer des Faschismus-Tages
Gedenken an Opfer entlässt Täter aus der geschichtlichen Betrachtung.
In der Einigkeit sich der Opfer in Trauer zuzuwenden, entgehen die Täter den Blicken der Nachwelt. Und die Hinterbliebenen von Gewalt und Terror sind die, die Gedenktage am wenigsten brauchen – jeden Tag werden sie durch die Lücken in ihren Reihen an das Unfassbare erinnert.
Jeder Tag, an dem den Demagogen entgegen getreten wird, die mit Worten die Lunte legen, mit der Verbreitung menschenverachtender Gesinnungen den Boden erneut für das alltägliche Unfassbare bereiten und sich dabei auf Demokratie, Rede- und Versammlungsfreiheit berufen, ist ein Gedenktag – ein Gedenktag an die Verbrecher und Verbrechen der Vergangenheit.
WERKHEFT01 – Digitalisierung der Arbeitswelt
BMAS • Service • Medien • Publikationen • Werkheft 01 • März 2016
Im Rahmen des Dialogprozesses „Arbeiten 4.0“ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) ist das erste Werkheft „Digitalisierung der Arbeitswelt“ (PDF, 6MB) erschienen. Es enthält u.a. die Stellungnahmen von DGB und ver.di zum Grünbuch Arbeit 4.0, einen Artikel dazu, wie soziale Technikgestaltung in der Industrie 4.0 aussehen kann und ein Interview mit Spiros Simitis über den Datenschutz.
Die Werkhefte begleiten den Dialogprozess Arbeiten 4.0, bieten Einblick in die Diskurslage zu den Schwerpunktthemen der jeweiligen Ausgaben und bilden eine erweiterte Plattform für den fachlichen Austausch über die Zukunft der Arbeit.
ver.di Entgeltrunde 2016
Solo-Selbstständigkeit – Aktuelle Reformoptionen
Policy Brief WSI • Nr. 4 • Karin Schulze Buschoff • 03/2016
Ziel von Reformen der sozialen Sicherung sollten […] möglichst universelle Regelungen sein. Angestrebt werden sollte eine sozialversicherungsrechtliche Gleichbehandlung von Selbstständigen und abhängig Beschäftigten. Dadurch könnten Sicherungslücken aufgrund wechselhafter Erwerbsbiografien vermieden werden. Auch würde damit der Umstand berücksichtigt, dass eine klare Grenze zwischen abhängiger und selbstständiger Erwerbsarbeit immer schwerer zu ziehen ist und der Graubereich wächst. Weiterhin würde Anreizen entgegen gewirkt werden, abhängige Beschäftigung in selbstständige Tätigkeiten umzuwandeln, um dadurch Sozialversicherungsbeiträge zu sparen.
Artikel (PDF, 325 kB)
Arbeitsrealität in der Erwachsenenbildung
Meb • Magazin erwachsenenbildung.at • 26/2015
Arne Elias, Rolf Dobischat, Robert Cywinski und Julia Alfänger
(Red. Meb) Die Weiterbildungsbranche in Deutschland ist traditionell von atypischen und damit zumeist prekären Beschäftigungsverhältnissen geprägt. Was heißt das in Bezug auf das Einkommen, die Beschäftigungsstabilität, die Einbindung in soziale Sicherungssysteme und die Beschäftigungsfähigkeit von WeiterbildnerInnen?
Im vorliegenden Beitrag wird ein an der Universität Duisburg-Essen durchgeführtes Forschungs- und Promotionsprojekt vorgestellt, das die strukturellen Bedingungen und damit die verschiedenen Weiterbildungssegmente und Teilarbeitsmärkte der öffentlich finanzierten allgemeinen, der öffentlich finanzierten beruflichen und der privat bzw. betrieblich finanzierten Weiterbildung in Deutschland mittels einer Online-Umfrage unter 2.229 Weiterbildungsbeschäftigten im Jahr 2012 analysierte.
(woi) Im Fazit der Studie findet sich eine Aussage, die gerade Gewerschaftern – und hier vor Allem erwachsenenbildungorganisierenden Gewerkschaftern – einen selbstverständlichen Auftrag erneut vergegenwärtigen sollte: „ … die unsicheren Beschäftigungsbedingungen sind in vielen Fällen darauf zurückzuführen, dass vormals als nebenberuflich konzipierte Tätigkeiten nun von Personen ausgeübt werden, die dies – zum großen Teil in Ermangelung von stabilen Beschäftigungsalternativen – als ihren „Hauptberuf“ bzw. ihre „Haupterwerbstätigkeit“ sehen. Sie stehen erst am Beginn einer Professionalisierung, verstanden als Verberuflichung, die die Lehrtätigkeit in der Erwachsenenbildung als Beruf nur als ein fernes Ziel erahnen lässt, mit ungewissem Ausgang.“
Eine «humanistische Antwort»
• Marcel Amrein • Bern • 14.3.2016, 22:19 Uhr
Bedingungsloses Grundeinkommen
Das Einkommen von der Arbeit trennen
Monatlich 2500 Franken soll jeder Bewohner der Schweiz erhalten, auch ohne zu arbeiten. Dies wollen die Träger der Grundeinkommen-Initiative.
[…] «Es geht um die Frage, wie wir unsere Zukunft gestalten», erklärte Mitinitiant Christian Müller am Montag. Wird das Einkommen von der Arbeit entkoppelt, so die Vorstellung, könne jeder Mensch alsbald selber entscheiden, wie er seine Fähigkeiten einsetzen und sich in die Gemeinschaft einbringen wolle. Die intrinsische Motivation würde gesteigert und der Wert der Arbeit letztlich erhöht. Das Anliegen nährt sich zudem von der Vorstellung einer «vierten industriellen Revolution», die mit zunehmender Digitalisierung und Robotisierung die Nachfrage nach Arbeit stark vermindern soll. Das bedingungslose Grundeinkommen sei die «humanistische Antwort» auf diese Entwicklung, erklärte ein anderer Mitinitiant, Daniel Häni, an der Pressekonferenz. […]
Geh denken!
Gedenken an Opfer entlässt Täter aus der geschichtlichen Betrachtung.
In der Einigkeit sich der Opfer in Trauer zuzuwenden, entgehen die Täter den Blicken der Nachwelt. Und die Hinterbliebenen von Gewalt und Terror sind die, die Gedenktage am wenigsten brauchen – jeden Tag werden sie durch die Lücken in ihren Reihen an das Unfassbare erinnert.
Jeder Tag, an dem den Demagogen entgegen getreten wird, die mit Worten die Lunte legen, mit der Verbreitung menschenverachtender Gesinnungen den Boden erneut für das alltägliche Unfassbare bereiten und sich dabei auf Demokratie, Rede- und Versammlungsfreiheit und mit einem großen „C“ auf christliche Werte berufen, ist ein Gedenktag – ein Gedenktag an die Verbrecher und Verbrechen der Vergangenheit.
Dieser Text sollte zum 11.09., dem „Opfer des Faschismus-Tages“, erscheinen – nach den Wahlen am Sonntag, muss er heute erscheinen.
Sicherung des Ein(Aus!)kommes
• Gesellschaft • 5. 1. 2016 • Christian Rath
Vergütungsregeln für freie Journalisten
Halbherzige Hilfe bei Honoraren
Freie Journalisten werden schlecht bezahlt. Das soll sich ändern – doch DJV und Verdi finden den Gesetzentwurf des Justizministers lückenhaft.
(woi) Christian Rath berichtet in seinem Artikel über einen Gesetzentwurf um die Vergütungssituation freier Journalisten zu stärken. Kritisiert wird der Entwurf, da er den Verlegern zu viele Schlupflöcher lasse, die diese auch weidlich ausnutzen.
Die Grundparameter der geschilderten Ausgangssituation lassen sich fast grundsätzlich für „Freie“ beobachten – „Journalisten“ ist fast beliebig gegen „freie Selbstständige“ austauschbar:
„Journalisten verdienen im Schnitt laut DJV kaum mehr als 2.000 Euro pro Monat. Das ist weniger als die Hälfte eines Redakteurs mit 15 Berufsjahren. […]
Hauptgrund der miesen Bezahlung ist die schlechte Verhandlungsposition. […]
Wer seine Rechte einklagt, müsse damit rechnen, dass er ab sofort von den Zeitungen keine Aufträge mehr erhält. Im Gesetzentwurf ist sogar von Schwarzen Listen („blacklisting“) die Rede. […]“
Hinweis: Solidarität der Tausenden
Gelassenheit
• NEWS • 3/2016 • 24.02.2016
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
6,0 Prozent fordert ver.di für die Beschäftigten von Bund und Kommunen. Hinzu kommen 100 Euro mehr für Azubis und Praktikant/innen. Das hat die Bundestarifkommission von ver.di beschlossen. Die Entscheidung ist auch Titelthema der aktuellen Ausgabe der “ver.di NEWS” Nummer 03/2016, deren elektronische Version soeben unter http://www.verdi-news.de/abonnenten.html im Internet freigeschaltet worden ist. Die Verhandlungen sollen am 21. März in Potsdam beginnen.
(woi) Helmut Schmidt hat es vorgelebt: Dem tagespolitischen Geschäft muss man mit Gelassenheit begegnen – zumal man nichts damit zu tun hat!
Wir, die Mitglieder der ver.di, unterstützen selbstverständlich diese Tarifauseinandersetzung; dass wir bei einem DGB-Unternehmen Arbeitenden und zu über 95% Organisierten nichts davon haben werden, haken wir unter ehrenamtlichem Engagement ab.
Doch es ist schon ein wenig bitter, dass wir mit unseren Beiträgen, die von den prekären Honoraren auch noch abgehen, die finanzieren, die uns in 10 Jahren eine 50-Euro-Honorar-Erhöhung zugestehen, dass sich die Unternehmung dieser „Kolleginnen“ mit Steuergeldern trägt, die ebenfalls noch von unseren Honoraren abgehen, und besonders bitter ist, dass sie uns von ihren von uns ver.di-Mitlgliedern mitgetragenen Gehaltserhöhungen schlicht ausschließen.
Freie und Gleiche
• Marie Juchacz • Weimar • Nationalversammlung • 19. Februar 1919
„Meine Herren und Damen!“ (Heiterkeit.) „Es ist das erste Mal, dass eine Frau als Freie und Gleiche im Parlament zum Volke sprechen darf, und ich möchte hier feststellen, ganz objektiv, dass es die Revolution gewesen ist, die auch in Deutschland die alten Vorurteile überwunden hat.“
– Marie Juchacz: am 19. Februar 1919 in ihrer Rede vor der Nationalversammlung in Weimar.
„Die Würde des Menschen ist unantastbar“
Aufruf • Allianz für Weltoffenheit • DGB • 12.02.2016
Ein Aufruf der unter dem einzig möglichen Titel steht – alternativlos.
Morgen Kolleginnen wird's was geben …

… nach 10 Jahren 50 Euro mehr für die Bildungsarbeiterinnen des DGB-Bildungswerks! …
Dennoch allen Kolleginnen, Unterstützerinnen und Weggenossinnen, von Karlsruhe bis Berlin, Entspannung im alten und die besten Wünsche für das neue Jahr – und immer eine handbreit Kohle unter dem Kiel!
Ratgeber Selbstständige Lehrkräfte
Sabine Jambon
Richtig Selbständig? – Ratgeber für Lehrkräfte




