Kategorie: "Das Leben, das Universum … und der ganze Rest!"
Sonneborn the World!
(woi) Mit seinem Auftritt in der heute-show vom 08.11.13 hat es „S“ endlich in die Medienöffentlichkeit geschafft. Die Deutsche Bank hat mit diesem medialen Handstreich,
der den Satiriker zum Lakaien der ehrlichen, volkswirtschaftlichen Interessen der einzigen rein(rassigen) deutschen Bank degradiert, die mediale Hoheit zurückerobert und befindet sich wieder – getreu dem Logo – ganz oben im ranking der social media.
Böse Buben
H I E R • mspr0 • 10.11.2013
„Die gegen Wir“
Dieses Narrativ [Anm.: „Das gute alte “Die gegen Wir”-Denken des 20. Jahrhunderts.“], das quasi das Bühnenbild für den Auftritt #schlandnets auf der diskursiven Bühne ist, ist nicht nur antiquiert in seinem Denken, im Sinne von „rückschrittlich“ und „so sollte man heute nicht mehr denken“. Nein, es ist darüber hinaus eine völlige Fehlinterpretation der Sachlage. Die Regierungen und Dienste selbst sind da nämlich schon längst viel weiter. Aus den Snowdendokumenten rekonstruiert sich immer deutlicher das Bild eines internationalen, diffusen Geheimdienst-Konglomerats, verstrickt und verheddert in allerlei gemeinsamen Abkommen, strategischen Kooperationen und verschweißt durch gemeinsame Interessen. In Sachen Spionage in Deutschland profitiert die NSA ganz offensichtlich vor allem vom BND selbst, der den DE-CIX absaugt, dass es sogar den Briten Respekt abzollt.
Das war gestern …
Da auf dieses Datum eine Reihe von Ereignissen fallen, die in der Geschichte Deutschlands einen politischen Wendepunkt markierten, wird der 9. November auch als „Schicksalstag der Deutschen“ bezeichnet.1799: Am 18. Brumaire VIII führt Napoléon Bonaparte mit Unterstützung seines Bruders Lucien einen Staatsstreich durch und beendet damit offiziell die Französische Revolution. Die Mitglieder des Direktoriums treten entweder zurück oder werden abgesetzt und verhaftet. 1918: Novemberrevolution: Maximilian von Baden verkündet eigenmächtig die Abdankung von Kaiser Wilhelm II. und betraut Friedrich Ebert mit den Amtsgeschäften. Der Sozialdemokrat Philipp Scheidemann ruft vom Reichstagsgebäude aus die „deutsche Republik“ aus. Fast gleichzeitig verkündet Karl Liebknecht vom Berliner Stadtschloss aus die deutsche Räterepublik. 1932: Beim Massaker von Genf erschießen Soldaten der Schweizer Armee dreizehn Demonstrierende bei einer antifaschistischen Kundgebung und verletzen sechzig schwer. 1938: Reichspogromnacht: Im Deutschen Reich kommt es reichsweit zu organisierten Übergriffen gegen Juden und jüdische Einrichtungen, bei denen unter anderem Synagogen in Brand gesteckt werden. Polizei und Feuerwehr haben Weisung, nur nichtjüdisches Eigentum zu schützen. 1967: Bei der feierlichen Amtseinführung des neuen Rektors der Hamburger Universität entfalten Studenten ein Transparent mit dem Spruch „Unter den Talaren – Muff von 1000 Jahren“, der zum Symbol der 68er-Bewegung werden wird. 1989: Fall der Berliner Mauer 1993: Die 1566 erbaute Stari most (dt.: Alte Brücke), das Wahrzeichen der Stadt Mostar in Bosnien-Herzegowina, stürzt nach andauerndem Beschuss durch die kroatische Armee ein.
un peu de culture?
Am ergiebigsten im Hinbick auf innovative Formen der niederträchtigen Beleidigung und der perfiden Bloßstellung von Mitmenschen sind jedoch die neuen sozialen Plattformen wie facebook. Denunziatorische Behauptungen über Facebook-„Freunde“ sind schnell online gestellt, verbreiten sich in windeseile und sind schwer wieder aus der Welt zu schaffen. Fotos eines Bekannten, der gerade einen bad hair day erwicht hat, erzeugen billiges Hohngelächter und befriedigen das zweifelhafte Bedürfnis, sich auf Kosten eines anderen einen billigen Kick zu verschaffen. Wenn man noch die frequenten Flaming-Attacken und shitstorms dazurechnet, komplettiert sich ein Horrorpanorama der prä- oder, wenn man so will, postzivilisatorischen Niedertracht, in dem neue Medien und technologische Möglichkeiten als Katalysatoren fungieren, um traditionellen Formen des menschlichen Makels einen überlebensgroße Präsenz im viertuellen Raum zu ermöglichen. Ein körperloses Imperium der Invektiven spannt sich auf, eine desodorierte Zone der Gemeinheit, bereinigt von unangenehmen physischen Interaktionen und trotzdem mit der Fähigkeit ausgesattet, auf das wirkliche Leben zurückzuwirken und herkömmllichen Formen des Mobbings, der Denunziation, der Grobheit und der Unhöflichkeit zusätzliche Schlagkraft zu verleihen. So weit der Befund, den ein auch nur oberflächliches Scannen zeitgenössischer Lebenswirklichkeiten ergibt.Soviel aus dem Vorwort Mießgangs – spannend jetzt heraus zu finden, wie er es zu schaffen vermag, aus seiner Analyse von Ritualen, dem gängigen Austausch von „Höflichkeiten“, eine These zu entwickeln, dass wir eine Chance hätten aus diesen Ritualen der Unhöflickeit einen neuen Umgang abzuleiten, der uns in eine bessere, demokratischere, gleichberechtigere Welt führt, die ohne Heuechelei, leere Formeln und Duckkmäusertum auskommt.
Titel: „scheiss drauf“
Autor: Thomas Mießgang
ISBN-13: 9783954030255
Veröffentl: 18 Okt 2013
Einband: Buch
Seiten: 250
Format: 190x125x mm
Sprache: Deutsch
Erscheinungsdatum: Oktober 2013
Siehe dazu auch 3sat Kulturzeit vom 29.11.2013 (5'37")(link kann auf Grund der aktuellen Rechtslage gelöscht worden sein!)
… auch nichts Neues!
Gesellschaftsutopien – Teil 394.586
Spiel statt Streit
Erwachsene Bonobos spielen, um Konflikte zu vermeiden
Bei den afrikanischen Bonobos dient Spiel dem Stressabbau zwischen Tieren, die fremden Gruppen angehören. Sogar die erwachsenen Männchen machen dabei mit.
4u
tweet des Tages …
… oder sowas, von Peter Glaser:
Woman auch hinschaut - Frauen.
auf Twitter @peterglaser oder im blog Glaserei
Weshalb eine Überwachungsgesellschaft auf Dauer nicht funktionieren kann
TELEPOLIS • Christoph Mann • 15.06.2013
„Man muss sich nichts mehr zuschulden kommen lassen, um verdächtig zu sein“
Der Physiker und Soziologe Dirk Helbing über drohende totalitäre Tendenzen, die Macht von Informationsplattformen und seine Hoffnung auf ein Zeitalter der Kreativität und Partizipation
Dirk Helbing ist Professor für Soziologie an der ETH Zürich. Seine großen Themen sind das Informationszeitalter, Big Data und die Stabilität komplexer Gesellschaften. Er leitet die FuturICT-Initiative (Simulation der Zukunft)], die digitale Daten nutzen möchte, um gesellschaftliche Trends zu simulieren – und hat sich dabei intensiv mit den ethischen Fragen auseinandergesetzt, die auftreten, wenn man Daten auswertet, die Menschen im Internet hinterlassen. Im Interview erklärt er, welche Chancen und Risiken im Informationszeitalter liegen, weshalb eine Überwachungsgesellschaft auf Dauer nicht funktionieren kann und wie seine Vision für das Informationszeitalter aussieht.
PRISM? NSA? – LMA!

Die Terroristen haben die USA in die Knie gezwungen
Operation #Prismbreak
Google, Facebook, Apple & Co als Kollaborateure eines Überwachungsapparates, der 1984 in Teilen sogar noch übertrifft. Wer nach Guantanamo, WikiLeaks und der AP-Abhöraffäre noch Zweifel hatte, der muss sich spätestens seit PRISM eingestehen:
Die Terroristen haben die USA längst in die Knie gezwungen.
Die digitale Revolution erobert Afrika
Hunderttausende bloggen und twittern
Jahrhundertelang schrieben vor allem Fremde über Afrika. Jetzt ist der Kontinent am Netz und Hunderttausende nutzen die neu gewonnenen Freiheiten. Sie mailen, bloggen, twittern. Das lässt Diktatoren und Autokraten unruhig schlafen.
Siehe dazu auch: Wissenspool | Afirika digital – Ein Kontinent sucht Anschluss (© WDR 2011)















