Archiv für: "15 May 2010"
Misstrauen gegen globale Softwareanbieter
(woi) Die indische Regierungs spricht sich aus Sicherheitserwägungen gegen den Einsatz ausländischer Betriebs~ und Antivirensoftware aus.
Auch die Schweiz – in puncto Sicherheit unschlagbar – setzt auf Open-Source. Die Parlamentarische Gruppe Digitale Nachhaltigkeit fragt: „Wollen Sie sich tatsächlich von einem amerikanischen Software-Konzern die Schweizer Informatik-Strategie diktieren lassen?“
Allein die deutsche Bundesverwaltung ebnet mit ihrer IT-Konsolidierung proprietären Lösungen den Weg, da die schiere Größe der angestrebten Strukturen einen ebenso großen Software-Partner voraus setzt. Aspekte der nationalen Sicherheit oder der nationalen Wertschöpfung scheinen keine Rolle mehr zu spielen.
Auch die Schweiz – in puncto Sicherheit unschlagbar – setzt auf Open-Source. Die Parlamentarische Gruppe Digitale Nachhaltigkeit fragt: „Wollen Sie sich tatsächlich von einem amerikanischen Software-Konzern die Schweizer Informatik-Strategie diktieren lassen?“
Allein die deutsche Bundesverwaltung ebnet mit ihrer IT-Konsolidierung proprietären Lösungen den Weg, da die schiere Größe der angestrebten Strukturen einen ebenso großen Software-Partner voraus setzt. Aspekte der nationalen Sicherheit oder der nationalen Wertschöpfung scheinen keine Rolle mehr zu spielen.
Wie kann Qualitätsjournalismus in Zukunft bezahlt werden – und von wem?
(woi) Seit dem augenscheinlichen wirtschaftlichen Niedergang der Printmedien wird vielerorts der Qualitätsjournalismus als hehres Gut neu entdeckt. Die Sublimität dieses Begriffs erschließt sich allerdings nicht in platter Gegenüberstellung der einen oder anderen Erscheinungsform wie Journalismus z.Zt. dargeboten wird. Vielmehr geht es um nichts Anderes als den Erhalt der Demokratie! Allerdings hängen an diesem hehren Ziel schnöde Interessen.
So entwickeln Verleger Gesetze – das war mit der 4. Gewalt eigentlich nicht gemeint – ein Leistungsschutzrecht, um den Qualitätsjournalismus zu retten, das die verlegerischen Interessen, nicht aber die der Urheber wahren soll. Von anderer Seite wird Qualitätsjournalismus rundweg in Frage gestellt – da eh’ nicht mehr finanzierbar – und durch hochwertige Informations(bezahl)dienste ersetzt, die Idee der Grundversorgung auf ein Mindestmaß reduziert.
Der Berufsverband der freien Journalistinnen und Journalisten (Freischreiber e.V.) – naturgemäß stärker den Interessen der Urheber als denen der Verleger verpflichtet – mahnt:
„Ein Leistungsschutzrecht, wie es derzeit diskutiert wird, ist weder im Interesse der Urheber noch im Interesse der Allgemeinheit. Es hätte vielmehr eine erhebliche Gewichtsverschiebung der Machtverhältnisse im Internet zugunsten der Presseverlage zur Folge.“
Es sind nicht die Verlage, die aus dem derzeitigen Strukturwandel gestärkt hervorgehen müssen, sondern der Journalismus.













