Archiv für: "Oktober 2015"
Eine interessante Partnerschaft
© Gemeentemuseum Den Haag, Niederlande
und Estate Germaine Krull, Museum Folkwang, Essen
… ergibt sich in den Ausstellungen des Gropius-Baus noch bis 06.12. zum Ende der Mondrian-Ausstellung.
Beide Protagonisten haben sich der Linie verschireben.
Mondrian schon in seinen frühen Werken, in denen flächige Scheunentore oder aufstrebende Kamine auffällig hervortreten und später in seinen Symphonien aus Linien und Farben, die eine Harmonie ausdrücken, die er selbst mit der des Jazz vergleicht.
Krull hat wie er Linien ins Bild gesetzt. In ihren berühmten Industrieanlagen- und Metall-Photographien ebenso wie in Ihren Arbeiten mit Händen oder in ihrer Aktfotgrafie – immer fasziniert die Verflechtung der Linien und die sich einstellende Harmonie.
Zu Krull s.a. eine Biographie auf FemBio!
… ein Gefühl so stark wie ein Geschmack im Munde …
„Als er ausgeredet hatte, kam das Schlimmste.
Die Musik signalisierte: Deutschland über alles, und alles hob die Arme. Ein paar mochten, gleich mir, zögern. Es hatte so etwas scheußlich Entwürdigendes. Aber wollten wir unser Examen machen oder nicht? Ich hatte, zum ersten Mal, plötzlich ein Gefühl so stark wie ein Geschmack im Munde – das Gefühl: ,Es zählt ja nicht. Ich bin es gar nicht, es gilt nicht.‘ Und mit diesem Gefühl hob auch ich den Arm und hielt ihn ausgestreckt in der Luft, ungefähr drei Minuten lang.“Sebastian Haffner
Der Reiz der Hauptstadt …

Berlin 06:31:43 (Richtung Westen, über
Bahnhof Hackescher Markt und Reichstag,
im Hintergrund der Teufelsberg)

Fujisan 14:32 JST

Karlsruhe 06:35:43 MESZ
… im kollektiven Bildgedächtnis der Kunstwelt eingeschrieben
Museum Frieder Burda • Ausstellungen
ANDREAS GURSKY • 3. Oktober 2015 – 24. Januar 2016
Er gilt als einer der bedeutendsten zeitgenössischen Künstler: der Düsseldorfer Fotograf Andreas Gursky (geb. 1955 in Leipzig). Sachlich und präzise fängt er die Brennpunkte der modernen Lebenswelten und der globalen Realität ein. Jede Gesamtkomposition ist ein technisches und bildnerisches Meisterwerk und längst im kollektiven Bildgedächtnis der Kunstwelt eingeschrieben.
Die digitale Bildbearbeitung und das extreme Großformat sind neben der dezidierten Farbfotografie seine charakteristischen Ausdrucksmittel. Gurskys Werke sind dabei auch immer bildhaft gewordene Zeugen seiner über Jahrzehnte fortgesetzten Reisen um die Erde. Hinter seinen Bildern verbirgt sich somit auch eine imaginäre Landkarte, die die Reiserouten des Künstlers nachzeichnet. … Die augenscheinliche Schönheit und Perfektion seiner Bilder täuscht, verbirgt sich doch erst hinter ihnen, sozusagen nach einer ersten Inaugenscheinnahme, der reiche Gedankenraum des Gezeigten. Gurskys Bilder verführen durch das Gezeigte, ihnen ist aber gleichzeitig die beharrliche Aufforderung mitgegeben, über den Grund der Bilder nachzudenken.













