Kategorie: "Ökonomie"
– bemerkenswert –
20.12.1955
(Wkipedia) „… kurz nach Unterzeichnung des Abkommens reichten Betriebe aus allen Branchen, besonders Industrie und Bergbau, Vermittlungsaufträge für so genannte „Gastarbeiter“ ein. … Etwa 89 % der vier Millionen Migranten kehrten nach Italien zurück.
– bemerkenswert –
16.12.1970
(Wkipedia) Er war Mitbegründer des Instituts für Sozialforschung in Frankfurt am Main, als dessen Geschäftsführer und Finanzverwalter er jahrzehntelang tätig war. Eine enge, in der Jugend geschlossene, lebenslange Freundschaft verband ihn mit Max Horkheimer, der als Sozialphilosoph das Institut über ein Vierteljahrhundert lang leitete und seine Forschungen wesentlich prägte. Mit seiner in der Emigration entwickelten Theorie des Staatskapitalismus trug Pollock zur politökonomischen Fundierung einer späteren Version der Kritischen Theorie bei.
„Rotlicht an“
Moritz Küpper • 30.07.20
Frauen auf hohen Schuhen, mit Netzstrumpfhosen und knappen Oberteilen: Prostituierte demonstrierten in Köln gegen die Corona-Auflagen. Die Corona-Pandemie macht die Arbeit für viele unmöglich, denn deutschlandweit sind die Bordelle geschlossen. Die Branche hat das Gefühl, absichtlich vergessen zu werden.
Amerika hat sich disruptiert
Wirtschaft • Kommentar • Robert Thielicke • 16.07.20
Lange galt Amerika als Hort des Optimismus und Europa – allen voran Deutschland – als die Höhle der Zukunftsängstlichen. Nun dreht sich die Stimmung.
Grundsicherung für Selbstständige
WISO direkt • André Pahnke, Stefan Schneck, Hans-Jürgen Wolter • 09/2020
„Nicht nur abhängig Beschäftigte, sondern auch Selbstständige sind mitunter zusätzlich zu ihrem Erwerbseinkommen auf Arbeitslosengeld II (ALG II) angewiesen. Allerdings gelingt es der Mehrheit der Selbstständigen, den ALG II-Bezug relativ rasch zu beenden. Demnach besitzt die Grundsicherung für Selbstständige auch wirtschaftspolitische Relevanz – und zwar dann, wenn es Selbstständigen während des Bezugs gelingt, ihr Geschäftsmodell anzupassen und unternehmerische Krisen zu überwinden.“
Safe Harbor – Privacy Shield – …
online • Axel Kannenberg • 16.07.20
(woi) … wie hätte dieses Abkommen auch Bestand haben können?
„Daten europäischer Bürger [seien] nicht ausreichend vor dem Zugriff von US-Behörden geschützt […]. Für diese Einschätzung spielten auch die Enthüllungen des Whistleblowers Edward Snowden 2013 zur ausufernden Internet-Überwachung durch US-Geheimdienste eine wichtige Rolle.“
Freilich läuft das Lamento über magelnden Datenschutz ins Leere. Millionen Europäerinnen liefern die Daten, die ein (Handels-) Abkommen schützen soll. Im Sekundentakt werden Prgramme (aka „Apps“) genutzt, die keinen Hehl daraus machen ihre Daten an den Mutterkonzern im Vaterland dieser Konzerne zu versenden – und sie lassen sich dies über „Datenschutzerklärungen“, die keine wirklichen Optionen lassen, noch legitimieren. Dabei war es mal so gedacht, dass die Grundeinstellung sich nur auf das technisch Notwendige beschränke.
Im Gegensatz dazu fristen „Open Source“* Programme noch immer ein Nischendasein, mit dem Etikett des Anrüchigen, Freakigen, Nichtfunktionalen. Erstaunlicher Weise verrichten ausgerechnet die Maschinen, die das Netz am Laufen halten, ihren Dienst mit Open Source Software – weil sie es kann, die Mutter aller quelloffenen Programme, der Urvater des Netzes – Linux (und all den quelloffenen Modulen, die für den reibungslosen Verkehr sorgen).
Open Source Intiative (Wikipedia – ebenfalls eine quelloffene Software)
… (noch) eine Dystopie
Technology Review • Komentar • Robert Thielicke • 16.07.20
Lange galt Amerika als Hort des Optimismus und Europa – allen voran Deutschland – als die Höhle der Zukunftsängstlichen. Nun dreht sich die Stimmung.
ver.di will …
Politik • Deutschland • Jan Hildebrand • 01.07.20
Die Dienstleistungsgewerkschaft plädiert für eine Kursänderung in der Wirtschaftspolitik: Investitionen sollen mit Krediten finanziert und Steuern für Vermögende erhöht werden.
ver.di Positionspapier (15 S., PDF, 476,8 kB)
Endlich!? – Corona-Überbrückungshilfe für Freiberufler
Landesverband der Freien Berufe Baden-Württemberg • 01.07.20
Ende Mai ist das Corona-Soforthilfeprogramm ausgelaufen. Nun legt die Bundesregierung ein Nachfolgeprogramm auf, um die Liquidität von KMU zu sichern. Die sog. „Corona-Überbrückungshilfe“ ist ein branchenübergreifendes Zuschussprogramm mit einer Laufzeit von drei Monaten (Juni bis August 2020) und einem Programmvolumen von maximal 25 Milliarden Euro.
Es richtet sich explizit auch an Freiberufler.
Die Überbrückungshilfe erstattet einen Anteil in Höhe von 80 Prozent der Fixkosten bei mehr als 70 Prozent Umsatzeinbruch, 50 Prozent der Fixkosten bei Umsatzeinbruch zwischen 50 Prozent und 70 Prozent und 40 Prozent der Fixkosten bei Umsatzeinbruch zwischen 40 Prozent und unter 50 Prozent im Fördermonat im Vergleich zum Vorjahresmonat. Bei Unternehmen bis zu fünf Beschäftigten beträgt der maximale Erstattungsbetrag 9.000 Euro für drei Monate, bei Unternehmen bis zu zehn Beschäftigten 15.000 Euro für drei Monate. Eine Beantragung ist nach Auskunft des Wirtschaftsministeriums in Stuttgart ab Anfang Juli möglich. Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Wirtschaftsministeriums [Anm.: Hier insbesondere die Punkte „Wer ist antragsberechtigt?“ und „Was wird gefördert?“].
Zuhaus zum 1. Mai
Raus zum 1. Mai (Ortsgruppe Schwarzwald-Bahr)
Zu Haus zum 1. Mai – Die Kastanien blühen in ver.di-Rot
(Bz. Mittelbaden-Nordschwarzwald)
BAMF ermöglicht Ausfallhonorare für Honorarlehrkräfte
Die LINKE • Offener Brief • 16.04.20
Die Mandatsträger der Partei Die Linke im Raum Karlsruhe, Rastatt, Baden-Baden wenden sich mit einem Offenen Brief an die Träger von staatlich geförderten Integrations- und Berufssprachkursen wie Volkshochschulen, Internationaler BUnd u.a.
Nachdem das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), das die Integrationskurse finanziert, sich in seinem jüngsten Trägerrundbrief bereit erklärt hatte, auch für die Corona-Ausfallzeiten 75% der „normalen“ Auszahlungen an die Träger zu leisten und auf Antrag die Möglichkeit eröffnet hatte, auch den freiberuflichen Lehrkräften 75% der Honorare auszuzahlen, dürfen die Träger nicht zögern. Die Linke fordert die Träger auf, diese Anträge auf Auszahlung der 75% zu stellen und den freiberuflichen Lehrkräften als Ausfallhonorar zur Verfügung zu stellen.
Die soloselbstständigen Lehrkräfte haben bekanntermaßen keinen Anspruch auf Lohnfortzahlung oder Kurzarbeitergeld. In ihren Dienstverträgen mit den Trägern sind Ausfallhonorare bislang ausgeschlossen. Auch die sog. Corona-Soforthilfe funktioniert für diesen Personenkreis i.d.R. nur unzureichend, da sie kaum explizit betriebliche Ausgaben vorweisen können. Viele sind durch den zwangsweisen Unterrichtsausfall in existentielle finanzielle Schwierigkeiten geraten. Die durch das BAMF ermöglichte Beteiligung der Lehrkräfte an den Corona-Ausfall-Zahlungen muss von den Trägern deshalb unbedingt umgesetzt werden.
Die Stadt Bühl geht indess als Träger von Integrationskursen schon mit gutem Beispiel voran: Für die laufenden Verträge wird freiwillig ein Ausfallhonorar von 100% bezahlt.
Soforthilfe Corona: Förderprogramm Ba-Wü
Mal denken …
Deutschlandfunk Kultur • Tacheles • Susanne Führer • 02.02.2019
„Die Arbeitslosigkeit ist halbiert ungefähr seit 2005. Wir waren bei fast 13 Prozent, wir sind jetzt unter fünf Prozent. Die Beschäftigung hat wahnsinnig zugenommen. Wir wissen auch, dass die soziale Ungleich eigentlich vor 2005 zugenommen hat, nicht danach. Danach war sie relativ stagnierend.“
Mal denken …
Deutschlandfunk Kultur • Politisches Feuilleton • Dieter Rulff • 30.01.2019
Während die Kosmopoliten die Globalisierung, die Europäische Union und offene Grenzen befürworten, fürchten die Kommunitaristen den Kontrollverlust und sehen die Antwort darauf in einer Rückbesinnung auf das Nationale.