Archiv für: "Juni 2009"

Der Künstler als Vorwand

  29.06.2009 21:14, von , Kategorien: Hintergrund, Urheberrecht
(woi) Die Fronten sind verhärtet und Verständnis auf keiner der Seiten zu erwarten: Die Industrie schreckt nicht davor zurück ihre Kundschaft zu kriminalisieren, sie mit Verbrechern und Piraten gleich zu Hometaping is killing music setzen, während Künstler nicht erkennen können wie sie noch eine Entlohnung ihres Tuns generieren können:

Tina Klopp | © ZEIT ONLINE 30.4.2009

[…] Die Materie ist so kompliziert, dass Mancher ins Trudeln gerät. Und Dinge in einen Topf schmeißt, die außer dem Wort “Internet” nichts miteinander zu tun haben (das populistische Sperren von Kinderpornoseiten und den Musikpiraten-Prozess zum Beispiel). […]
[…] Unfair jedoch ist der Vorwurf, die Printmedien hätten Entwicklungen verschlafen. Er traf schon bei der Musikindustrie nicht so genau ins Schwarze. Denn tatsächlich hat bislang noch keiner eine Lösung präsentiert, wie auch in Zukunft aufwendig recherchiert und die Welt mit teuren Korrespondenten bestückt werden kann, wenn es für das Ergebnis immer weniger Geld gibt. […]
[…] Wenn es beispielsweise der Verwertungsgesellschaft Wort (so etwas wie der Gema), gelänge, eine Ablöse für die von Google online gestellten Bücher zu erwirken, sähen die meisten Autoren vermutlich keinen Cent davon. Haben sie doch ihre Nutzungsrechte an Verlage abgetreten und sind von diesen längst enteignet worden. So weit, dass sie sich nun sogar vorschicken lassen, um für ihre Verleger Zusatzeinnahmen herauszukämpfen. […]

Linux statt Freibier

  26.06.2009 10:55, von , Kategorien: Datenschutz / Datensicherheit, Hintergrund, software, Urheberrecht
heise open – News – 2009 – KW 26 – Michael Kieffer, dpa – jk/c’t
LiMux: Nachahmer für die Münchner Linux-(R)evolution Wenn die drittgrößte Stadt Deutschlands Microsoft abblitzen lässt, redet man darüber auch in den USA. München schaffte es deshalb sogar in amerikanische Zeitungen, als der Stadtrat vor einigen Jahren beschloss, Microsoft-Programme schrittweise von den Computern des Rathauses zu verbannen. Um die Software-Revolution ist es leise geworden, doch die Umstellung geht mit Eifer voran. Andere Behörden haben inzwischen nachgezogen. Kampflos will der US-Konzern das Feld aber nicht räumen. “Wir sind lernfähig", betont Microsoft-Manager Andreas Hartl. Anzeige “Wir würden es wieder machen", urteilt derweil der stellvertretende Leiter des Münchner Projekts, Florian Schießl. In der IT-Abteilung der Münchner Stadtverwaltung zieren Pinguin-Bilder die Wände, immerhin ist das Tier das Maskottchen von Linux. Bis spätestens Mitte 2012 sollen 80 Prozent der 14.000 Computer in der Stadtverwaltung auf Linux umgestellt sein. Schon deutlich früher, nämlich Ende dieses Jahres, sollen alle Rathaus-Mitarbeiter die Finger von Word, Excel und dem Windows Internet Explorer lassen und dafür die freie Büro-Software OpenOffice sowie den Open-Source-Webbrowser Firefox benutzen. Kurzfristig war mit der Umstellung allerdings kein Geld zu sparen, im Gegenteil. Für das Projekt LiMux – die IT-Abteilung der Stadt bezeichnet auf ihrer Website das, was von vielen Beobachtern als Revolution verstanden wurde, als IT-Evolution – musste die Stadt erst einmal 13 Millionen Euro berappen. Nach Schießls Worten wäre eine Umrüstung des damaligen Betriebssystems Windows NT4 auf den Nachfolger Windows XP sogar um bis zu zwei Millionen Euro billiger gewesen. Finanziell lohnt sich der Umstieg auf freie Software erst nach etlichen Jahren, weil nicht immer wieder Lizenzgebühren zu bezahlen sind. Dem Münchner Beispiel folgen mittlerweile auch andere. Das Auswärtige Amt und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) vertrauen ebenso wie etliche Städte auf eine Alternative zu Windows, Word und Excel. Die Amerikaner müssen sich also warm anziehen. “Die Firma Microsoft hat sich sicherlich gedacht, für die Stadt München kommt nur infrage: Die kaufen uns für die nächste Version die Lizenzen ab", erzählt Schießl. Doch für die Stadtverwaltung zählte eine andere Frage: “Inwieweit begeben wir uns in die Abhängigkeit von genau einem Hersteller?” Schießl spricht damit das wichtigste Anliegen der Open-Source-Gemeinde an. Die Haltung zu freier Software ist dabei eindeutig: “Frei meinen wir nicht im Sinn von Freibier", erläutert Schießl. Quelloffenheit biete Programmierern den Vorteil, dass sie Software verbessern und um zusätzliche Anwendungen erweitern könnten, ohne dafür auf eine bestimmte Firma angewiesen zu sein. Dieser Vorteil wiegt auch für andere Stadtverwaltungen schwer. So setzen etwa auch Mannheim, Schwäbisch Hall und das bayerische Treuchtlingen zumindest teilweise auf freie Software. “Die Münchner Entscheidung hat nicht dazu geführt, dass Massen von Stadtverwaltungen dem Beispiel gefolgt sind", sagt Microsoft-Manager Hartl, räumt aber ein, Microsoft habe sich inzwischen darum bemüht, Windows-Plattformen auch für freie Software zu öffnen. Auch Richard Seibt vom Verband “Open Source Business Foundation” (OSBF) findet, dass Microsoft heute stark im Bereich Open Source engagiert ist. “Die meinen es ernst", lautet sein Urteil.

Quelloffene Politik?

  26.06.2009 10:35, von , Kategorien: Datenschutz / Datensicherheit, Hintergrund, software, Urheberrecht

woi Es ist in der Tat sehr zweifelhaft sich auf die eine oder andere Partei fest zu legen. Zu viele Eitelkeiten, einiges an Karriere~ und Machtgeilheit spielen in der Politik eine all zu große Rolle. Und trotzdem: Es gibt Strömungen in Gesellschaften, die sich in der – einen oder anderen – Gruppierung wieder finden. Und da gibt es offensichtlich solche, die in der Lage sind auch das Andere zu denken und manchmal sogar umzusetzen:

heise resale – News – 2009 – KW 26 – Daniel AJ Sokolov – jk/c’t
Der Wiener Gemeinderat hat einstimmig einen Antrag von SPÖ und Grünen angenommen, der den Einsatz quelloffener Software an den Arbeitsplätzen der Stadtverwaltung vorantreiben soll. Beschlossen wurden eine Informationskampagne, ein Förderwettbewerb und die Veröffentlichung der bislang unter Verschluss gehaltenen Studie über den bisherigen Einsatz von Open Source (STOSS 2). Die Lizenzen der Stadt für Microsofts Betriebssystem Windows XP laufen 2011 aus. Die beschlossene Kampagne soll die Mitarbeiter das Magistrats informieren und qualifizieren, sodass sie sich eher für den Einsatz von Open Source Programmen entscheiden. Ein Umstieg ist bisher optional für ganze Abteilungen. “Wenn wir den Umstieg auf Linux und Open Source Software weiter forcieren wollen, müssen wir Ängste und Sorgen ernst nehmen und die zukünftigen BenutzerInnen noch besser informieren", meint dazu die Grüne IT-Sprecherin Marie Ringler. Im Rahmen des Förderwettbewerbs sollen von Wiener Unternehmen durchgeführte Forschungs- und Entwicklungsprojekte für quelloffene E-Government-Lösungen plattformunabhängig unterstützt werden. Dadurch soll insbesondere die Kommunikation zwischen der Stadt und ihren Bürgern verbessert werden. Bereits 2007 waren sechs Open-Source-Projekte mit insgesamt 640.000 Euro gefördert worden.

aktuelle Updates

  26.06.2009 09:58, von , Kategorien: software
(woi) Bereits am 24.06.2009 folgte für Firefox 3.5 ein weiterer Release Candidate, die Nr. 3. Wieder wird er als wichtiges Update eingestuft. Signifikante Veränderungen sind weder sichtbar noch den Release Notes zu entnehmen.

aktuelle Updates

  22.06.2009 20:42, von , Kategorien: software
woi Pidgin ist in der Version 2.5.7 erhältlich! Offensichtlich wurden Probleme mit Yahoos IM behoben (die ich nie hatte).

aktuelle Updates

  21.06.2009 12:16, von , Kategorien: software
(woi) Bereits am 19.06.2009 folgte für Firefox 3.5 der Release Candidate 2, der als wichtiges Update eingestuft wird. Signifikante Veränderungen sind weder sichtbar noch den Release Notes zu entnehmen.

aktuelle Updates

  19.06.2009 02:33, von , Kategorien: software
(woi) Firefox 3.0.11 steht zum automatischen download bereit (11.06.09)! Nach Auskunft der Release Notes wurden u.A. Sicherheits~ und Stabilitätsprobleme gelöst und die interne Datenbank SQLite durch eine neuere Version ausgetauscht um nicht näher bezeichnete Problem zu beheben. Auch für den Release Candidate 1 der Version 3.5 Beta 4 wurde am 16. ein update für Betatester angeboten das lt. der Release Notes einige Änderungen, die vor Allem die Performance und die persönliche Sicherheit betreffen.

Endlich! Der Film zum …

  17.06.2009 01:04, von , Kategorien: Hintergrund, Seminare
… Seminar Zeitung, Radio und Fernsehen in der Krise. Wie verändern sich die Medien unter dem Druck ihrer Alternativen im Internet? im Mediensommer am Tagungszentrum Hattingen.

Ein „echter“ Journalist, eine „online“ Journalistin und eine Zeitung am finanziellen Abgrund. Das ist der Stoff aus dem Seminare gestrickt werden und nun – quasi als Vorgeschmack – ab 18. Juni der Film State of Play – Der Stand der Dinge von Kevin Macdonald.

Die Filmkritik von Dirk Lüneberg:

Die Idee von der Presse als vierter Gewalt im Staate, die Politik, Wirtschaft und Gesellschaft auf die Finger schaut und im Fall der Fälle auch haut, hat Cal (Russell Crowe) besonders stark verinnerlicht und zum Credo seiner Arbeit erkoren. Entsprechend wird der Washingtoner Star-Reporter alter Schule von seiner Chefin Cameron (Helen Mirren) darauf angesetzt, die Hintergründe des Mordes an einer Regierungsangestellten zu recherchieren. Dass Cal dabei mit seiner Kollegin Della (Rachel McAdams) aus der von ihm so verhassten Online-Redaktion zusammen arbeiten muss, behagt ihm überhaupt nicht. Ebenso wenig die Tatsache, dass die Tote eine Mitarbeiterin des Abgeordneten Stephen Collins (Ben Affleck) war, der ein alter Freund von Cal ist und als potenzieller Präsidentschaftskandidat gehandelt wird. Trotzdem raufen sich Cal und Della zusammen und machen sich gemeinsam an die Arbeit – um schon bald herauszufinden, dass der Tod von Collins Assistentin Teil einer Vertuschungsaktion war, mit der eine noch viel größere Korruptionsaffäre verheimlicht werden sollte. Nur die Beweise dafür müssen die beiden Investigativjournalisten noch finden. Dieses US-Remake einer britischen TV-Miniserie überzeugt nicht nur aufgrund seiner hochkarätigen Besetzung, auch die komplexe, immer wieder Haken schlagende Story sowie die mit innerer Tiefe versehenen Figuren machen den Verschwörungsthriller absolut sehenswert. Die Parallelen zu einigen US-Politikern, die unter der Regierung Bush in Amt und Würden waren, sind dabei mehr als offensichtlich, was dem Ganzen einen gewissen Aktualitätsbezug liefert. Äußerst souverän und ohne den Überblick zu verlieren hat „Der letzte König von Schottland“-Regisseur Kevin Macdonald hier einen durchweg gelungenen und packenden Polit-Thriller als Plädoyer für den investigativen Journalismus und die gedruckte Zeitung inszeniert, der es mit den Meilensteinen des Genres aus den 1970ern wie „Die 3 Tage des Condor“ locker aufnehmen kann.

aktuelle Updates

  16.06.2009 12:04, von , Kategorien: software
(woi) Thunderbird 2.0.0.22 (build 1) steht zum automatischen download bereit; das Update wird dringend empfohlen!

Wir haben es schom immer gewusst: Barack Obama ist Schwabe!

  04.06.2009 23:27, von , Kategorien: Hintergrund
(woi) Obamas Wahlslogan “Yes, we can” ist also schon etwas älter und offensichtlich bei einem seiner Urgroßväter entlehnt: „Mir könne alles – außer Hochdeutsch!“ Ba-Wüs Regierungssprecher Christoph Dahl: „… eine dolle Nachricht für Baden-Württemberg.“ Dazu mehr auf SPIEGEL ONLINE.
 (FRT)

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Nun ist sie weg – schade!

Die kontemplative Leere – dieses Garnichts – eines internationalen Flughafens wird fehlen …

Die neuerdings dargebotene Schwärze ist ein mageres Abbild der bisherigen bunten Leere.

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… das ist halt ziemlich weit wech …

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