Archiv für: "24 Jul 2010"
Ruf nach dem Staat!
(woi) Uneindeutig war bislang meine Haltung zu ePost, dem „neuen“ Dienst der Deutschen Post – zu lange warte ich schon auf einen Dienst, der die Kommunikation im Netz sicher und vertrauenswürdig macht, als dass ich diesem Dienst ablehnend gegenüber hätte stehen können. Was ich nun aber vor finde, ist nicht ein staatlich verifizierter und qua Parlament kontrollierbarer Dienst, der jedem Bürger zu stehen sollte. Es ist eine Marketing-Geburt einer x-beliebigen AG, die mit anderen in Konkurrenz tritt und nach wie vor von alten Zeiten lebt, als das „deutsch“ in Deutsche Post noch eine hoheitliche Bedeutung hatte. Nichts davon ist übrig; Adresshandel ist ebenso inklusiv, wie die Benachteiligung des Kunden im Tagesgeschäft. Eine Annäherung an alte staatliche Bindungen gibt es indes doch: Dateninhalte und Zugangskennung stehen staatlichen Organen unbürokratisch zur Verfügung. Ein wenig mehr dazu auf TELEPOLIS in einem Beitrag von Peter Mühlbauer vom 24.07.10.
Auch dieser neue Dienst verwirklicht nicht mein Recht auf Informationelle Selbstbestimmung! Nach wie vor bleibe ich bei der Benutzung allgemein zugänglicher und benutzter Datendienste auf meine beschränkten Mögllichkeiten zum Schutz meiner Persönlichkeit angewiesen; auch die optionale, qualifizierte elektronische Signatur (QES) des elektronischen Personalausweises orientiert sich nicht am Schutzbedürfnis des Bürgers. So bleibt mir unverständlich warum ein Bürger mit dem neuen Personalausweis nicht gleichzeitig sein (staatliches) Zertifikat erhällt und dieses erst auf dem „freien“ Markt mit allen möglichen unüberschaubaren AGBs (wie z.B. die der ePost) erwerben muss. Bei aller Staatskritik: Ein durch politischen Willen lenkbarer Staat, scheint mir jeder(!) Regulierung durch den freien Markt überlegen. Vertane Chancen!
„Google macht das nicht wegen lustig!“
(woi) Die Beschreibung Datenkrake
hat sich offensichtlich auch für Google durchgesetzt; die NZZ hält auf ihrer site z.Zt. einen 10-minütigen Video „Google, der Datenkrake“ vor, der Bücher über Google vorstellt. Natürlich geht es um Datenschutz aber auch um die unglaubliche Geschichte dieser Firma.
Alleine die Moderation – mit nur leicht schweizerischer Prosodie ;-) – ist schon höhrenswert; hier ergeht man sich nicht in platter Ablehnung noch Euphorie, hier werden u.A. tröstliche Aussichten aufgezeigt, die davon ausgehen, dass auch der Nutzer mit der Zeit eine „gewisse Reife“ erlangen könne.
Hier kurz die angesprochenen Bücher:
1. Die Google-Falle, Gerald Reischl, Ueberreuter, 2008, ISBN: 978-3-8000-7323-8
«Google weiss mehr als die Polizei.»
2. Googled, Ken Auletta, Penguin Press, 2009, ISBN: 075352242X
«The world has been Googled.»
3. What Would Google Do?, Jeff Jarvis, HarperBusiness, 2009
«Free is impossible to compete against.»
>>> Was würde Google tun?, Jeff Jarvis, Heyne, 2009, ISBN: 978-3-453-15537-4
hat sich offensichtlich auch für Google durchgesetzt; die NZZ hält auf ihrer site z.Zt. einen 10-minütigen Video „Google, der Datenkrake“ vor, der Bücher über Google vorstellt. Natürlich geht es um Datenschutz aber auch um die unglaubliche Geschichte dieser Firma.
Alleine die Moderation – mit nur leicht schweizerischer Prosodie ;-) – ist schon höhrenswert; hier ergeht man sich nicht in platter Ablehnung noch Euphorie, hier werden u.A. tröstliche Aussichten aufgezeigt, die davon ausgehen, dass auch der Nutzer mit der Zeit eine „gewisse Reife“ erlangen könne.
Hier kurz die angesprochenen Bücher:
1. Die Google-Falle, Gerald Reischl, Ueberreuter, 2008, ISBN: 978-3-8000-7323-8
«Google weiss mehr als die Polizei.»
2. Googled, Ken Auletta, Penguin Press, 2009, ISBN: 075352242X
«The world has been Googled.»
3. What Would Google Do?, Jeff Jarvis, HarperBusiness, 2009
«Free is impossible to compete against.»
>>> Was würde Google tun?, Jeff Jarvis, Heyne, 2009, ISBN: 978-3-453-15537-4












