Da auf dieses Datum eine Reihe von Ereignissen fallen, die in der Geschichte Deutschlands einen politischen Wendepunkt markierten, wird der 9. November auch als „Schicksalstag der Deutschen“ bezeichnet.
1799: Am 18. Brumaire VIII führt Napoléon Bonaparte mit Unterstützung seines Bruders Lucien einen Staatsstreich durch und
beendet damit offiziell die Französische Revolution. Die Mitglieder des Direktoriums treten entweder zurück oder werden abgesetzt und verhaftet.
1918: Novemberrevolution: Maximilian von Baden verkündet eigenmächtig die Abdankung von Kaiser Wilhelm II. und betraut Friedrich Ebert mit den Amtsgeschäften. Der Sozialdemokrat Philipp Scheidemann ruft vom Reichstagsgebäude aus die
„deutsche Republik“ aus. Fast gleichzeitig verkündet Karl Liebknecht vom Berliner Stadtschloss aus die
deutsche Räterepublik.
1932: Beim
Massaker von Genf erschießen Soldaten der Schweizer Armee dreizehn Demonstrierende bei einer
antifaschistischen Kundgebung und verletzen sechzig schwer.
1938: Reichspogromnacht: Im Deutschen Reich kommt es reichsweit zu organisierten Übergriffen gegen Juden und jüdische Einrichtungen, bei denen unter anderem Synagogen in Brand gesteckt werden. Polizei und Feuerwehr haben Weisung, nur nichtjüdisches Eigentum zu schützen.
1967: Bei der feierlichen Amtseinführung des neuen Rektors der Hamburger Universität entfalten Studenten ein Transparent mit dem Spruch
„Unter den Talaren – Muff von 1000 Jahren“, der zum Symbol der
68er-Bewegung werden wird.
1989: Fall der Berliner Mauer
1993: Die 1566 erbaute Stari most (dt.:
Alte Brücke), das Wahrzeichen der Stadt
Mostar in Bosnien-Herzegowina, stürzt nach andauerndem Beschuss durch die kroatische Armee ein.